Papst: Kinder haben Recht auf christliche Erziehung
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Franziskus schließt seine Katechesereihe zur Taufe ab

Papst: Kinder haben Recht auf christliche Erziehung

Was bedeutet das Kreuzzeichen? Was das Taufbecken? Und was das weiße Kleid? Papst Franziskus hat seine Katechesereihe zur Taufe abgeschlossen - mit einer Forderung an die Eltern der Täuflinge.

Vatikanstadt - 16.05.2018

Kinder haben nach den Worten von Papst Franziskus ein Recht auf eine christliche Erziehung. Sie sollten nach und nach lernen, "Gottes Angesicht in Christus zu erkennen", um jenen Glauben zu bestätigen, in dem sie getauft seien, sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Damit schloss der Papst seine mehrteilige Katechesereihe zum Sakrament der Taufe ab, die er Mitte April begonnen hatte.

Das Taufkleid und die Taufkerze waren die beiden letzten Symbole des Taufritus, die der Papst in seiner Reihe erläuterte: Das weiße Taufkleid symbolisiere die Verwandlung des Menschen zu einem Leben in Gott. Zu einem solchen Leben gehörten Güte, Demut, Sanftheit, Großherzigkeit sowie die Bereitschaft, einander zu unterstützen und zu vergeben. Vor allem aber sollten die Getauften "sich mit Liebe bekleiden". Die Übergabe der Taufkerze zeige, wie das Licht Christi in das Herz des Täuflings eindringen und es entzünden solle. "Wir sind berufen, seinen Glanz zu empfangen" so der Papst.

In der vergangenen Woche hatte Franziskus das Taufbecken als Grab und Mutterleib zugleich bezeichnet. Wenn ein Mensch ins Taufwasser getaucht werde, werde er sowohl beerdigt als auch neu geboren, so Franziskus. Bereits im April rief er die Gläubigen dazu auf, ihr Taufdatum herauszufinden, da die Taufe wie ein zweiter Geburtstag sei. Auch auf die Bedeutung des Kreuzzeichens wies er im Zusammenhang mit der Taufe hin: "Ich wiederhole mich - vielleicht zu oft: Ihr Papas, Mamas, Großeltern, Paten, müsst den Kindern beibringen, wie man das Kreuzzeichen richtig macht – denn damit wiederholt man das, was in der Taufe geschehen ist. Habt ihr verstanden?"

Unter den deutschsprachigen Pilgern begrüßte Franziskus am Mittwoch eigens die Fußballmannschaft des mehrfachen österreichischen Meisters SK Rapid Wien. Diese war in Begleitung des Wiener Erzbischofs, Kardinal Christoph Schönborn, bereits zuvor in der benachbarten Synodenaula zu einer kurzen Begegnung mit Franziskus zusammengetroffen. (bod/KNA)