Parolin: Kirche muss weltweit gemeinsam gegen Missbrauch vorgehen
Unterschiedliches Problembewusstsein bei Bischöfen

Parolin: Kirche muss weltweit gemeinsam gegen Missbrauch vorgehen

Im Februar treffen sich die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen aus aller Welt im Vatikan um über den Kampf gegen Missbrauch zu beraten. Jetzt hat sich Kardinal Pietro Parolin zu Wort gemeldet: Er fordert eine gemeinsames Vorgehen.

Vatikanstadt - 29.12.2018

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat sich trotz lokaler Unterschiede für ein gemeinsames Vorgehen der Kirche gegen Missbrauch ausgesprochen. Der Vatikan werde bei dem Gipfel mit den Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen im Februar auf mehr Aufmerksamkeit für Missbrauchsopfer und auf bessere Prävention hinarbeiten, sagte die "Nummer Zwei" der Kurie dem Portal "Vatican News" (Samstag).

Auf Wunsch von Papst Franziskus treffen sich vom 21. bis 24. Februar die Spitzen der Bischofskonferenzen weltweit im Vatikan, um über Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal zu beraten. Nach Einschätzungen aus Kurienkreisen gibt es unter den Bischöfen ein unterschiedliches Problembewusstsein.

Parolin sagte, das Augenmerk der Teilnehmer solle sich vor allem darauf richten, wie sich eine sichere Umgebung für Minderjährige und schutzbedürftige Personen herstellen lasse. Der Kardinal plädiert für einen innerkirchlich gemeinsamen Ansatz im Umgang mit sexuellem Missbrauch. Die Anwendung könne jeder nach der jeweiligen Situation vor Ort bestimmen; er hoffe aber, "dass die Politik für alle Kirchen klar ist", sagte Parolin. (rom/KNA)