Präsidentenbesuch und zweite große Messe
katholisch.de fasst die Papst-Meldungen aus der vergangenen Nacht zusammen

Präsidentenbesuch und zweite große Messe

Sieben Stunden beträgt der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Ecuador. Damit Sie trotzdem nichts von der Lateinamerika-Reise von Papst Franziskus verpassen, fasst katholisch.de die wichtigsten Meldungen aus der Nacht zusammen.

Bonn - 07.07.2015

Franziskus feiert große Messe und besucht Jesuitenkirche

Papst Franziskus setzt heute seine Südamerika-Reise mit einer großen Messfeier in Ecuadors Hauptstadt Quito fort. Zu dem Gottesdienst unter freiem Himmel im "Bicentenario-Park" werden mehrere hunderttausend Menschen erwartet. Zudem trifft Franziskus Repräsentanten von Schulen, dem Bildungssektor und der Zivilgesellschaft.

Anschließend besucht das Kirchenoberhaupt die Jesuitenkirche "Iglesia de la Compania", eine der prächtigsten Kirchen Lateinamerikas. Franziskus gehört selbst dem Jesuitenorden an, der seit dem 16. Jahrhundert maßgeblich zur christlichen Missionierung des Subkontinents beitrug. (KNA)

Hagelschauer überrascht Papstfans in Quito

Ein starker Hagelschauer hat am Montagnachmittag (Ortszeit) die Pilger in Ecuadors Hauptstadt Quito auf eine harte Probe gestellt. Die ersten Gläubigen, die sich bereits im "Bicentario-Park", in dem Papst Franziskus am heutigen Dienstag eine Messe unter freiem Himmel feiert, mussten sich mit Plastikplanen und Pappe gegen das Unwetter schützen. Aber: "Das ist kein Opfer, das ist eine Demonstration des Glaubens", zitiert die Tageszeitung "El Universo" eine Gläubige. Sie sei schon am Tag vor dem Gottesdienst angereist, um sich einen guten Platz zu sichern. (KNA)

Linktipp: Den Einsatz für Gott anfachen

Vor der Lateinamerika-Reise des Papstes hat katholisch.de mit deutschsprachigen Seelsorgern in Ecuador, Bolivien und Paraguay - den Ländern, die der Papst bereisen wird - gesprochen und sie nach ihren Erwartungen an den Besuch gefragt.

Papst ruft zu Brüderlichkeit auf

Papst Franziskus hat seinen ersten Arbeitstag auf seiner Lateinamerika-Reise mit einem Aufruf zur Brüderlichkeit abgeschlossen. "Dass niemand ausgeschlossen werde, dass alle Brüder seien", wünschte der Papst am Montagabend (Ortszeit) vor den Toren der Kathedrale in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, als er einer Menschenmenge seinen Segen erteilte.

Zuvor war Franziskus mit Staatschef Rafael Correa zusammengekommen. Dieser führte seinen Gast durch den Präsidentenpalast, dessen Innenhöfe mit 128.000 Rosen geschmückt waren. Zum Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. (stz/dpa)

Franziskus trifft Ecuadors Präsident Correa

Am zweiten Tag seiner Lateinamerika-Reise hat Papst Franziskus Ecuadors Staatspräsidenten Raffael Correa getroffen. Die als privat deklarierte Unterredung am Montagabend (Ortszeit) im Präsidentenpalast von Quito dauerte etwa eine halbe Stunde. Danach traten beide abweichend vom Protokoll auf den Balkon des Palastes. Von dort segnete der Papst eine Menschenmenge, die sich spontan vor dem Palast eingefunden hatte.

Die Begegnung zwischen dem linkskatholischen Präsidenten und dem Papst fand offenbar in gelöster Atmosphäre statt. Correa und Franziskus strahlten und lachten ohne Unterlass. Am Rande des Papstbesuches hatte es immer wieder Unmutsbekundungen in der Bevölkerung gegen Correa gegeben. Anlass war die Einführung neuer Steuern und Pläne für eine Verfassungsänderung zugunsten seines Machterhalts für weitere Wahlperioden.

Bei dem rund einstündigen Aufenthalt im Präsidentenpalast in der Hauptstadt Quito traf Franziskus auch das ecuadorianische Kabinett sowie Familienangehörige des Präsidenten und ausgesuchte Gäste. Der Präsidentenpalast war zuvor weiträumig abgesperrt worden. Trotzdem konnten sich einige hundert ausgewählte Gäste vor dem Palast versammeln können, die Franziskus spontan vom Balkon aus grüßte. (KNA)

Linktipp: Das Programm der Papstreise nach Lateinamerika

Das vollständige Programm der Reise von Papst Franziskus nach Ecuador, Bolivien und Paraguay (5. bis 13. Juli) finden Sie auf der Internetseite des Vatikan.

Papst trifft in Ecuador seine Ordensbrüder

Papst Franziskus hat im ecuadorianischen Guayaquil das Jesuiten-Kolleg Javier besucht. Dort traf er unter anderem mit dem spanischen Pater Francisco Cortes (91) zusammen, der seit 1963 in Ecuador lebt. "Padre Paquito" hatte das Kirchenoberhaupt aus Argentinien gemeinsam mit 22 anderen Jesuiten, davon 6 aus Guayaquil, zu einem gemeinsamen Essen eingeladen.

Anschließend fuhr er im Papamobil zurück zum Flughafen der ecuadorianischen Luftwaffe. Von dort aus flog der Tross nach Quito zurück; dort war am Nachmittag eine Begegnung mit Staatspräsident Rafael Correa im Präsidentenpalast anberaumt. (KNA)