Italienische Polizisten vor einem Polizeiauto.
Gegen den italienischen Geistlichen wird ermittelt

Priester der Spenden-Veruntreuung verdächtigt

700.000 Euro Bargeld sowie Edelsteine im Wert von 150.000 Euro hat die Staatsanwaltschaft in der Wohnung eines italienischen Priesters sichergestellt. Der Geistliche soll damit private Feste finanziert haben.

Rom - 23.09.2017

In Italien sorgen Ermittlungen gegen einen katholischen Priester in der Toskana für Schlagzeilen. Wie Medien am Samstag berichteten, ließ die Staatsanwaltschaft von Massa 700.000 Euro Bargeld sowie Edelsteine im Wert von 150.000 Euro in der Wohnung des Pfarrers von Caniparola sicherstellen. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, mit Spenden sowie Geldern aus dem Opferstock private Feste finanziert zu haben. Der Geistliche, der von Gemeindemitgliedern angezeigt wurde, soll in seiner Funktion als Priester offensiv um Spenden geworben haben.

Auch der zuständige Bischof des Bistums Massa Carrara-Pontremoli, Giovanni Santucci, rückte den Berichten zufolge ins Visier der Ermittler. Er soll dem Priester 1.000 Euro aus einer kirchlichen Stiftung überantwortet haben. Der Anwalt des Bischofs teilte mit, es handele sich um "ein großes Missverständnis". (KNA)