Stadt benennt Karfreitag um
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Christliches Hochfest soll neutralen Namen erhalten

Stadt benennt Karfreitag um

Die US-Stadt Bloomington möchte ihre amtlichen Kalender inklusiver gestalten. Dazu sollen zwei Feiertage umbenannt werden. Der Karfreitag erhält einen Namen, der nicht mehr an das Christentum erinnert.

Bloomington - 22.11.2016

In der US-Stadt Bloomington soll der Karfreitag künftig einen neutralen Namen erhalten. Die Umbenennung zweier gesetzlicher Feiertage im städtischen Kalender solle ein Zeichen der kulturellen Sensibilität sein, berichtet die britische BBC unter Berufung auf lokale Medien. Die Änderung sei den Mitarbeitern der Stadt demnach am vergangenen Freitag von Bürgermeister John Hamilton mitgeteilt worden.

In der 84.000-Einwohner-Stadt soll der Karfreitag künftig als "Spring Holiday" ("Frühlingsfeiertag") bezeichnet werden. Zudem werde der "Columbus Day" zum "Fall Holiday" ("Herbstfeiertag") umgewidmet. Die Stadt sei "schrecklich stolz" auf ihr vielfältiges Personal, wird Hamilton von der BBC zitiert. "Diese Vielfalt macht uns stärker und repräsentativer für die Öffentlichkeit, der wir dienen. Die aktualisierten Namen für zwei Tage wohlverdienter Freizeit sind ein weiterer Weg, unseren Einsatz für Integration zu zeigen."

Der Karfreitag ist nur in einigen Bundesstaaten der USA gesetzlicher Feiertag. Als bundesweiter Feiertag soll der "Columbus Day" jährlich am zweiten Montag im Oktober an die Ankunft des Entdeckers Christoph Kolumbus in Amerika erinnern. Dagegen gibt es seit Jahrzehnten wachsende Kritik seitens der indigenen Bevölkerung, die in dem Gedenktag auch eine Erinnerung an Menschenrechtsverletzungen sieht. (kim)

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Der Karfreitag steht im Zeichen des Leides und erinnert an die Kreuzigung Jesu. In dem Begriff "Karfreitag" steckt das althochdeutsche Wort für Trauer. Die Liturgie an Karfreitag ist in ihrer Form im Kirchenjahr einmalig.