Polizisten, Sanitätr und Feuerwehrleute wuseln zwischen parkenden Autos und Särgen hindurch. Das Bild ist aus der Vogelperspektive aufgenommen.
Papst betet für Betroffene / Staatspräsident Letta bei Totenmesse

Tiefe Anteilnahme

Nach dem schweren Busunglück in der Nähe von Neapel mit mindestens 38 Todesopfern hat Papst Franziskus den Verletzten und Angehörigen seine tiefe Anteilnahme übermittelt. Er bete für alle Betroffenen, heißt es in einem Telegramm an den Erzbischof von Neapel, Kardinal Crescenzio Sepe.

Neapel - 30.07.2013

Franziskus bitte Gott um die ewige Ruhe für die Toten und schnelle Heilung für die Verletzten, so das von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichnete Schreiben, das der Vatikan am Montagabend veröffentlichte.

Ein Feuerwehrmann untersucht das Wrack des Busses.

Bei einem Busunglück in Italien sind 39 Menschen auf der Rückfahrt von einer Pilgerfahrt ums Leben gekommen.

Am Dienstagmorgen fand in Pozzuoli die zentrale Beerdigungsfeier für die Opfer statt. Bei der von Bischof Gennaro Pascarella gehaltenen Totenmesse in einer überfüllten Sportarena war auch Ministerpräsident Enrico Letta anwesend. Italien gedachte der Opfer am Dienstag mit einer Staatstrauer.

Der Bus mit rund 50 Insassen war am Sonntag auf der Autobahn 16 von Canosa nach Neapel aus noch ungeklärter Ursache vor einem Stauende von der Fahrbahn abgekommen, hatte die Leitplanke einer Brücke durchbrochen und war 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Menschen aus der Region Neapel kamen von einem Pilgerausflug aus Pietrelcina, dem Geburtsort des Heiligen Pater Pio.

Nach ersten Erkenntnissen war womöglich ein geplatzter Reifen der Grund. Auch ein Defekt der Bremsen sei nicht auszuschließen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Des Weiteren werde der Leichnam des Busfahrers auf Rückstände von Alkohol und Drogen untersucht. Der Bus war zudem auf der abschüssigen Strecke rund 50 Kilometer vor Neapel mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. (bod/KNA/dpa)