Blick auf einen Halbmond durch das Glasdach einer Moschee.
Glastür einer Moschee im Bundesstaat Colorado zerstört

USA: Täter lässt nach Moschee-Anschlag Bibel zurück

In den USA gibt es vermehrt Attacken gegen muslimische und jüdische Einrichtungen. Bei einer Moschee im Bundesstaat Colorado zerstörte der Täter eine Glastür - und hinterließ ein christliches Symbol.

Washington - 29.03.2017

Ein bislang unbekannter Täter hat einen Anschlag auf eine Moschee im US-Bundesstaat Colorado verübt. Filmaufnahmen zeigen einen Mann, der mit Steinen eine Glastür des Islamischen Zentrums von Fort Collins zum Bersten bringt und anschließend eine Bibel in das islamische Gebetshaus wirft. Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag, wurde aber erst Anfang der Woche bekannt.

Der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) vermutet hinter dem Anschlag ein Hassverbrechen und forderte die Behörden auf, in diese Richtung zu ermitteln. Die Polizei bestätigte den Vorfall und appellierte via Twitter an die Bevölkerung, sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Tat zu geben.

Juden fühlen sich nicht von Trump geschützt

Dieser jüngste Akt von Vandalismus gegenüber islamischen Einrichtungen gehört zu einer ganzen Serie von Anschläge, die CAIR seit Jahresbeginn registriert hat. Zwischen Ost- und Westküste sind nach Angaben der Organisation inzwischen 33 solcher Fälle aktenkundig.

Das Islamic Center Fort Collins wurde 1980 gegründet. Auf der Website zeigte sich die Gemeinde schockiert über den Vorfall und bedankte sich zugleich für die Solidarität und die Hilfsbereitschaft der Anwohner bei der Behebung des durch den Anschlag entstandenen Schadens.

Auch jüdische Einrichtungen sind seit Monaten Ziele von Hassattacken. Zumeist gehen anonyme Bombendrohungen per Telefon ein. Bislang ist es in keinem Fall zu einer Explosion gekommen. Jüdische Organisationen teilten jedoch bereits mit, man fühle sich durch die Regierung von Präsident Donald Trump nicht ausreichend geschützt. (KNA)