Ein Mönch geht in Siegburg durch das Kloster der Abtei Michaelsberg.
Zwei Mönche verhaftet

Wegen Missbrauchsvorwürfen: Bischof schließt ganzes Kloster

Missbrauch durch Mönche? Entsprechende Vorwürfe haben den Erzbischof im argentinischen Mendoza dazu veranlasst, ein ganzes Kloster zu schließen. So soll es mit der Gemeinschaft nun weitergehen.

Buenos Aires - 04.01.2019

Wegen eines Missbrauchsskandals hat der Erzbischof von Mendoza in Argentinien ein ganzes Kloster vorübergehend schließen lassen. Zuvor waren laut örtlichen Medienberichten (Freitag) zwei Mönche der Klostergemeinschaft Cristo Orante in Tupungato wegen Missbrauchsvorwürfen verhaftet worden. Die Schließung sei eine vorbeugende Maßnahme, erklärte Erzbischof Marcelo Daniel Colombo. Sie werde so lange andauern, bis die Vorwürfe geklärt seien.

Danach werde entschieden, wie es "angesichts dieser schmerzlichen Umstände" mit dem Kloster weitergehe, so der Geistliche. Bei der betroffenen Mönchsgemeinschaft handelt es sich den Angaben zufolge um eine kleine Kommunität. Die verbliebenen jüngeren Mitglieder seien vorerst zurück zu ihren Familien geschickt worden. Die älteren lebten nun in einer benachbarten Pfarrgemeinde, wo sie Gelegenheit hätten, über ihre Berufung nachzudenken. (KNA)