Kapuzinerpater Erich Purk
Der Kapuziner starb am 30. Dezember 2017

"Wort zum Sonntag"-Sprecher Pater Erich Purk ist tot

Der Kapuziner war als Buchautor und "Wort zum Sonntag"-Sprecher bekannt sowie als Obdachlosenseelsorger und Prediger beliebt. Nun ist Pater Erich Purk gestorben.

München/Münster - 02.01.2018

Der Kapuzinerpater, Buchautor, City-Seelsorger und ehemalige "Wort zum Sonntag"-Sprecher Erich Purk ist tot. Er sei am Samstag kurz vor Mitternacht nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben, teilte die Deutsche Kapuzinerprovinz am Montag in München mit. Am Freitagnachmittag finden demnach Totenliturgie und Beisetzung auf dem Friedhof des Kapuzinerklosters in Münster statt.

Pater Erich wurde 1939 als Vinzenz Purk in Rudolfsthal (Aexandrovac) in Bosnien geboren und musste drei Jahre später mit seiner Familie zunächst nach Polen und dann ins Emsland umsiedeln. Dort lernte er den Kapuzinerorden kennen, dessen Schulen er besuchte. Seit 1961 gehörte er dem Orden an und studierte zunächst in Krefeld und Münster Philosophie und Theologie und später in München Homiletik. 1967 wurde er zum Priester geweiht.

Von 1970 bis 1989 arbeitete er in verschiedenen Funktionen in Münster und wurde durch  Morgenandachten im Radio und als Sprecher des "Wortes zum Sonntag" in der ARD auch überregional bekannt. Damals entwickelte er eine rege schriftstellerische Tätigkeit, die er bis ins hohe Alter weiterführte. Er veröffentlichte Bücher wie "Auf den Spuren des Jakobus", "Das kleine Buch vom Engel an deiner Seite" oder "Stark wie ein Baum".

Bis 1992 war Purk Novizenmeister in Werne, danach baute er die City-Seelsorge in Frankfurt mit auf. Nach seiner Rückkehr nach Münster im Jahr 2001 war er Armen- und Obdachlosenseelsorger. Die letzten Monate seines Lebens verbrachte er auf eigenen Wunsch in einem Altenheim, teilte der Orden mit. (luk)