"Zeit" übernimmt "Christ & Welt"
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Redaktion der Beilage zieht von Bonn nach Berlin

"Zeit" übernimmt "Christ & Welt"

Ende einer sechsjährigen Partnerschaft: Ab Oktober wird die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" von der "Zeit"-Verlagsgruppe allein herausgegeben. Die Kooperation mit dem Katholischen Medienhaus wird beendet.

Bonn/Hamburg - 09.08.2016

Der Geschäftsführer des Katholischen Medienhauses, Theo Mönch-Tegeder, erklärte dazu: "Wir sind stolz darauf, 'Christ & Welt' in enger Zusammenarbeit mit dem 'Zeit'-Verlag so entwickelt zu haben, dass wir es ihm jetzt voll und ganz übergeben können." Für diese Leistung danke er in erster Linie den beteiligten Redaktionen in Hamburg und Bonn. Er sei überzeugt, so Möch-Tegeder weiter, dass dies die beste Lösung sei, um "Christ & Welt" in eine gute Zukunft zu führen: "In einem für Zeitungen wie auch Kirchen schwierigen Umfeld haben wir bewiesen, dass Religion für Medien ein attraktives Thema sein kann. Daran werden wir weiterarbeiten."

"Christ & Welt" habe sich publizistisch und in der Auflage "hervorragend entwickelt", betonte Esser: "Jetzt freuen wir uns darauf, die Publikation unter das Dach der 'Zeit'-Verlagsgruppe zu holen." Der Chefredakteur der "Zeit", Giovanni di Lorenzo, ergänzte: "Auch wenn ich aufseiten der katholischen Kirche und der Bischöfe immer Respekt und Unterstützung für das Projekt erfahren habe, glauben wir, so 'Christ & Welt' am besten absichern und weiterentwickeln zu können." Zur Zukunft von "Christ & Welt" sagte di Lorenzo weiter: "Wir wollen bei der 'Zeit' nicht missionieren, aber uns war es immer wichtig, die Themen Religion und Sinnsuche im Blatt zu verankern."

Die Redaktion wird von Bonn nach Berlin ziehen. Redaktionsleiter wird Raoul Löbbert, der seit 2010 zum Redaktionsteam gehört. Geschäftsführer von "Zeit: Credo" werden Esser selbst sowie Patrik Schwarz, Geschäftsführender Redakteur der "Zeit". Dieser wird dafür sein Amt als Herausgeber von "Christ & Welt" aufgeben. "Christ & Welt" ging 2010 aus der traditionsreichen Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" hervor. Das zuletzt im Eigentum von acht katholischen Bistümern sowie der Deutschen Bischofskonferenz befindliche Blatt war 2010 eingestellt worden. (KNA)