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Aufführung wegen Äußerungen des Komponisten ausgefallen

Zeitung: Kirchenkonzert wegen CSU-Kritik abgesagt

Die Musik von Robert Maxmilian Helmschrott erklingt in Kirchen in ganz Europa. Aber nicht in Ingolstadt: Dort wurde nun ein Konzert wegen der politischen Äußerungen des Komponisten abgesagt.

Ingolstadt - 27.07.2018

Laut einem Bericht des "Donaukuriers" (Freitag) ist ein für Sonntag geplantes Konzert im Ingolstädter Münster abgesagt worden, weil sich der Komponist sehr kritisch zur Politik der CSU geäußert hat. Der Verein "Freunde der Musik am Ingolstädter Münster" habe die Absage des neuen Werks "Salamu" von Robert Maximilian Helmschrott auch mit Münsterpfarrer Bernhard Oswald abgestimmt.

Komponist beklagt "Skandalpolitik"

Der Vereinsvorsitzende Franz-Joseph Paefgen sagte der Zeitung, man wolle "der Kirche nicht zumuten, dass in ihren Räumen politische Diskussionen abgehalten werden". In einem "Donaukurier"-Interview hatte Helmschrott unter anderem zum Thema Flüchtlinge erklärt: "Meine Musik wendet sich auch gegen die Skandalpolitik der CSU." Zudem wollte er im Konzert ein Gedicht des Münchner Krimiautors Friedrich Ani rezitieren lassen, das kürzlich in der "Abendzeitung" veröffentlicht wurde. Darin heißt es etwa: "Ich glaube nicht, dass Horst Seehofer Christ ist. / Ich glaube, er ist ein Unchrist in einer unchristlichen Partei."

Münsterpfarrer Oswald sagte der Zeitung, dass er die Entscheidung, die Aufführung von "Salamu" zu verhindern, mitveranlasst habe: "Ich bin der Meinung, dass politische Agitation auf eine Demo oder ins Kabarett gehört, aber nicht in die Kirche." Helmschrott dagegen reagierte verärgert auf die Absage. Politische Kritik sei in Ingolstadt offenbar derzeit nicht erwünscht, schrieb er der Zeitung. (KNA)