Mehrere Männer und Frauen sprechen miteinander.
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Mehr Rechte für Frauen in der Kirche gefordert

"Zukunftsfragen der Kirche"

Nach dem Dialogtreffen der katholischen Kirche am Wochenende in Stuttgart haben katholische Frauenverbände mehr Rechte und Gestaltungsfreiheiten für Frauen in der Kirche gefordert. "Ohne die Fähigkeiten und Begabungen von Frauen wäre unsere Kirche um vieles ärmer", sagte die Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Maria Theresia Opladen, am Montag in Düsseldorf.

Stuttgart/Düsseldorf - 17.09.2013

Die Kompetenzen von Frauen müssten nun "sowohl inhaltlich als auch strukturell" deutlich werden, so Opladen, weiter. So sollten die Ortsbischöfe Frauen beispielsweise offiziell mit der Leitung von Wortgottesdiensten und Beerdigungen beauftragen.

Auch der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) forderte eine stärkere Rolle von Frauen in Gottesdiensten. So sollten sowohl eine spezielle Frauen-Liturgie als Bestandteil einer lebendigen Kirche gesehen und gefördert als auch Frauen stärker in Gottesdiensten einbezogen werden, erklärte die KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock. Die Frage nach der Aufgabenverteilung und Teilhabe der Laien in der Liturgie gehöre zu den zentralen Zukunftsfragen der Kirche.

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Bischöfe, Gemeindemitglieder und Ordensleute äußern ihre Vorschläge beim Gesprächsforum "Liturgia" in Stuttgart im Rahmen der Dialoginitiative.

Mock lobte das Dialogforum von Stuttgart . Es habe sich eine "konstruktive Gesprächskultur etabliert, in der wichtige Themen von Frauen und Männern, Priestern und Laien, offen angesprochen werden", sagte sie. Am Wochenende hatten in Stuttgart rund 300 Teilnehmer, darunter 35 Bischöfe, über Liturgie - also die Gestaltung von Gottesdiensten - beraten.

Das Forum war Teil des Gesprächsprozesses zur Zukunft der katholischen Kirche. Führende Repräsentanten zogen eine positive Zwischenbilanz. Das Vertrauen in der Kirche sei gewachsen, die Gesprächskultur besser, betonten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück. (KNA)

Hintergrund

Auf dem Weg - Teilnehmer bilanzieren Gesprächsforum in Stuttgart