Papst ruft zum Gebet für Brasilien auf
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Franziskus ruft nach Regierungswechsel zu Gebet für Brasilien auf

Papst ruft zum Gebet für Brasilien auf

Brasilien - Der Regierungswechsel in Brasilien lässt auch den Papst nicht ungerührt. Am Samstag äußerte Franziskus sich öffentlich zur politischen Lage in dem lateinamerikanischen Land.

Vatikanstadt - 03.09.2016

Papst Franziskus hat sich nach der Amtsenthebung von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff besorgt über die Lage in dem südamerikanischen Land geäußert. Am Samstag rief er anlässlich einer kurzen Zeremonie in den Vatikanischen Gärten dazu auf, "in diesem traurigen Moment" für Brasilien zu beten, damit die Gottesmutter Maria "ihr Volk durch soziale Gerechtigkeit und die Liebe Jesu Christi rettet".

Anlass der kurzen Ansprache war die Einweihung einer neuen Bronzestatue der Madonna von Aparecida, dem bekanntesten Marienwallfahrtsort Brasiliens. Franziskus hatte die Stadt im Juli 2013 während seiner ersten Auslandsreise besucht. Die Statue wurde von der brasilianischen Botschaft beim Heiligen Stuhl und dem Erzbistum Aparecida gestiftet.

Der brasilianische Senat hatte am Mittwoch für eine Amtsenthebung Rousseffs gestimmt, die bereits seit Mai vom Präsidentenamt suspendiert war. Rousseff legte hat vor dem Obersten Gerichtshof Berufung gegen die Entscheidung ein. Ihr war vorgeworfen worden, Haushaltszahlen geschönt zu haben. Sie selbst weist die Vorwürfe zurück. Die Amtsgeschäfte hat der bisherige Vizepräsident Michel Temer übernommen. (KNA)