Wie die Weihe der heiligen Öle ablief

Die Chrisammesse der Bistümer in Bildern

Aktualisiert am 27.03.2018  –  Lesedauer: 
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Bonn ‐ Traditionell fand sie an Gründonnerstag statt. Doch mittlerweile feiern viele Bistümer schon am Anfang der Karwoche die Chrisammesse. Katholisch.de hat die Eindrücke aus den sozialen Netzwerken gesammelt.

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Chrisam – das wichtigste Öl der Christen. In einer besonderen Messe in der Karwoche wird es für das ganze Bistum durch den Bischof geweiht. Die Salbung mit Chrisamöl ist im Rahmen der Taufe, Firmung und Priesterweihe üblich. Es ist das Zeichen für Christen, dass sie mit dem Heiligen Geist besiegelt werden. Zum Einsatz kommt das Öl auch bei einer Kirchenweihe, wenn der Altar mit Chrisam gesalbt wird. In der Chrisammesse werden allerdings auch noch zwei andere wichtige Öle geweiht: Katechumenöl, mit dem Taufbewerber gesalbt werden und das Krankenöl, das bei der Krankensalbung eine wichtige Rolle spielt.

Doch das ist nicht alles, was diesen Gottesdienst so besonders macht. Alle Priester des Bistums sind zu dieser Feier eingeladen, bei der sie gemeinsam mit ihrem Bischof an ihr Weiheversprechen erinnern. Die besondere zeitliche Nähe zur Osternacht, in der alle Christen ihr Taufversprechen erneuern, ist liturgisch bewusst gewählt. In einigen deutschen Bistümern wurde die Messe bereits gefeiert – und in den Predigten besonders an die "Markenbotschaft" des Glaubens erinnert.

Bistum Münster

"Zu glauben ist das Markenzeichen der Kirche ", so Bischof Felix Genn zu den Gläubigen im Bistum Münster. Die Marke seien dabei aber die Christen. Der Lebensweg eines jeden einzelnen ist für ihn mit einen Markenbildungsprozess vergleichbar. Genn feierte die Messe mit rund 350 Priestern und Menschen aus dem ganzen Bistum. Stellvertretend für alle Priester des Bistums konzelebrierten zwölf Dechanten und Definitoren aus den einzelnen Dekanaten die Messe mit dem Bischof. Außerdem brachten sie die heiligen Öle mit. "Die Sakramente, die mit den heiligen Ölen in Verbindung stehen, sind äußere Zeichen", erklärte der Bischof, "diejenigen, die sie empfangen, sind ebenso Sakrament für andere."

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Erzbistum Paderborn

Auch Erzbischof Hans-Josef Becker feierte mit 160 Geistlichen am Montag die Messe. Er würdigte im Rahmen der Predigt die besonderen Verdienste seiner Mitbrüder als Seelsorger in Gemeinden, Krankenhäusern, Caritas oder Schulen.  Zugleich machte er auch auf die menschlichen Schwächen aufmerksam, die aber durch die Gnade Gottes den Glauben stärken könne: "Die Gegenwart des Leidens kann dem Leben tiefe und mitfühlende Reife verleihen."

Bistum Würzburg

Im Bistum Würzburg bezeichnete Weihbischof Ulrich Boom die Weihe der Heiligen Öle als einen der "Höhepunkte des Kirchenjahres", da sie für die Sakramente geweiht werden. Diese "sind immer Zeichen der Nähe Gottes", aber "nie Belohnung dafür, dass die Menschen sich dessen Nähe verdient hätten durch Leisten und Vermögen". Auch der emeritierte Bischof Friedhelm Hofmann feierte den Gottesdienst mit.

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Bistum Mainz

Bischof Peter Kohlgraf nahm in seiner Predigt in der Messe mit 600 Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten, Bezug auf den seligen Widerstandskämpfer Franz Jagerstätter. Er sei seinem Gewissen gefolgt, auch wenn es für ihn persönlich Nachteile bedeutet habe. Christen würden durch das Sakrament der Firmung in diesem Gewissen gestärkt, zu mündigen Christen zu werden, die unterscheiden könnten "was gut und auch was böse ist". Deshalb sei die Botschaft in diesen Kartagen die Frage danach, wie das Leben nicht nur für den einzelnen gut sei, sondern auch für andere.

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Bistum Eichstätt

Mit den Priestern und Diakonen seines Bistums feierte Bischof Gregor Maria Hanke die Chrisammesse. Die Heiligen Öle werden nun an die Pfarreien des Bistums für die Spendung der Sakramente verteilt. Die Priester und Diakone erneuerten im Rahmen des Gottesdienstes die Bereitschaft zum Dienst in der Kirche.

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Bistum Dresden-Meißen

"Wenn wir eucharistische Kirche sein wollen, brauchen wir Priester", sagt Bischof Heinrich Timmerevers in Bezug auf sein Fasten-Hirtenwort zu seinen Diözesanpriestern und Diakonen. Christus selbst habe die Priester berufen, die Aufgabe für sie sei es, in ihrem Leben ein ermutigendes Zeugnis für den Glauben zu geben. Jede Begegnung mit Jesus hätte etwas Ansteckendes: "Wann immer wir dem Herrn begegnen, erfüllt das unser Herz mit Freude." Es sei außerdem wichtig, sich immer wieder dem Blick Jesu neu zu stellen.

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Bistum Augsburg

Bischof Konrad Zdarsa hat die Chrisammesse mit Priestern, Diakonen und Jugendlichen gefeiert. Er forderte dazu auf, sich an ihre persönliche christliche Sendung zu erinnern und als Sohn und Tochter Gottes zu "outen". "Wie soll denn einer durch den Heiligen Geist im Glauben bestätigt und gestärkt werden, wenn er den Glauben nicht bezeugt?" fragte er die Jugendlichen. Seine Priester erinnerte er an das "Geheimnis ihres priesterlichen Gehorsams", das die Weihe der Öle vor Augen führe. Jesus hätte alle in seine Nachfolge berufen.

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Bistum Passau

Neuevangelisierung – das war das Thema des Tages für Priester und Diakone im Bistum Passau. Bischof Stefan Oster feierte am Abend die Chrisammesse auch mit Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten. Bischof Oster predigte über die Gabe Jesu "zu gönnen und zu schenken" und erinnerte die Jugendlichen daran, etwas von Jesus lernen zu können.

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Erzbistum Bamberg

Auch Erzbischof Ludwig Schick feierte die Chrisammesse im Bamberger Dom mit Firmlingen aus dem Bistum. In seiner Predigt verwies er auf die lebenslange Freundschaft mit Jesus im christlichen Glauben. Die Firmung sei quasi eine Freundschaftsanfrage Jesu. "Der Freund Jesus lässt uns echte Freundinnen und Freunde sowie einen guten Ehepartner finden." Jesus wollte ein gutes Leben für sie – mit seiner Freundschaft.

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Von Julia Martin