St. Georg in Hofbieber
Bild: © Bistum Fulda
Wöchentlich wird ein Drohnenfilm auf Social Media geteilt

Bistum Fulda zeigt seine Kirchen jetzt von oben

Bistümer - So hat man das Bistum Fulda noch nicht gesehen: Rund zwei Dutzend Kirchen sollen in den kommenden Wochen auf Social Media vorgestellt werden – aus der Vogelperspektive, gefilmt von einer Drohne.

Fulda - 20.04.2018

Die eigene Kirche von oben betrachten, zwischen den Türmen hindurchfliegen und sehen, wie sich das Gotteshaus in die Umgebung einfügt: Das ist nun den Menschen im Bistum Fulda möglich. Die Diözese stellt einige ihrer Kirchen mit Drohnenflugvideos vor. Am Freitag wurde ein erstes Video auf der Facebookseite veröffentlicht, das die im Jahr 1901 geweihte Kirche St. Georg im osthessischen Hofbieber zeigt.

Ziel der Reihe sei es, die Identifikation mit der je eigenen Kirche zu stärken, sagte der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Bistums, Klaus Depta, gegenüber katholisch.de. Es solle das Gefühl vermittelt werden, dass die jeweilige Kirche zum Dorf gehöre; durch die Vogelperspektive zeige sich, dass das Gotteshaus der Mittelpunkt eines Ortes sei.

Die Filme sollen "ohne Worte" und in einer "webaffinen Länge von nur eineinhalb Minuten" Aufnahmen verschiedener Gotteshäuser zeigen, so Depta. Unter Wahrung der aktuellen Vorschriften zu Drohnenaufnahmen seien rund zwei Dutzend Filme entstanden, die nun wöchentlich auf Facebook und YouTube gepostet werden sollen.

Alle Regionen des Bistums und alle Wetterlagen sollen abgedeckt werden. Natürlich gehöre auch die bedeutendste Barockkirche Hessens zur Serie, der Dom St. Salvator zu Fulda, sagte Depta. Das Wahrzeichen der Stadt ist zugleich Grabeskirche von Bonifatius, des "Apostels der Deutschen". Aus dem Norden des Bistums werde etwa die neugotische St. Petri-Kirche von Hofgeismar vorgestellt und aus dem thüringischen Schleid Maria Schnee, wo seit dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) das Schneefest begangen wird. Auch die 836 erbaute Liobakirche in Petersberg, eine der ältesten oberirdischen Kirchenbauten Deutschlands, werde gezeigt, ebenso wie das frisch renovierte Gotteshaus St. Laurentius in Großkrotzenburg.

Durch die Verbreitung der Clips in den Sozialen Netzwerken soll es den Pfarreien ermöglicht werden, die Videos unkompliziert zu teilen beziehungsweise auf ihre eigenen Internetseiten zu stellen, erklärte Depta. Vor einigen Jahren habe eine Briefmarkenserie, die 143 Kirchen des Bistums Fulda abbildete, gezeigt, dass die Menschen die Pfarrkirche vor Ort vielfach als "ihre Kirche" wahrnähmen, auch wenn sie nicht am Gemeindeleben teilnehmen. Die nun von der Stabsstelle Rundfunk initiierten Videos sollen zu einer kurzweiligen Entdeckungsreise einladen – in einer Perspektive, die man normalerweise nicht einnehmen kann. (luk)