Ein Krokodil schwimmt im Wasser.
Geistlicher starb nach schweren Bissverletzungen

Krokodil tötet Pastor während der Taufe

Äthiopien - Schreckliches Szenario: Vor den Augen seiner Gläubigen wurde ein Pastor in Äthiopien von einem Krokodil attackiert und getötet. Er war gerade dabei, eine Gruppe von 80 Personen zu taufen.

Arba Minch - 05.06.2018

In Äthiopien hat ein Krokodil einen protestantischen Pastor während einer Massentaufe angegriffen und getötet. Wie "BBC News" am Dienstag berichtete, war Pastor Docho Eshete am Sonntagmorgen gerade dabei, etwa 80 Personen am Lake Abaya nahe der südäthiopischen Stadt Arba Minch zu taufen, als das Tier ihn attackierte. Der Geistliche starb, nachdem er in Arme, Beine und den Rücken gebissen worden war.

Laut Anwohnern und Polizisten geschah der Angriff völlig unvermittelt. "Er taufte die erste Person und er ging zu einer anderen über. Plötzlich sprang ein Krokodil aus dem See und schnappte sich den Pastor", sagte ein Augenzeuge der BBC. Trotz enormer Anstrengungen konnten Fischer und Bewohner Eshete nicht retten, wie die Polizei mitteilte. Durch den Einsatz von Fischernetzen hätten sie jedoch verhindern können, dass das Tier den Körper des Pastors mit sich in den See zieht. Das Krokodil konnte entkommen.

1.000 Todesopfer jährlich

Jährlich werden weltweit etwa 1.000 Menschen durch Krokodile getötet. Zum Vergleich: Zehn Todesopfer gehen pro Jahr auf das Konto von Haien. Krokodile töten für gewöhnlich, indem sie ihrer Beute unter Wasser auflauern, blitzschnell nach ihr schnappen und sie unter Wasser ziehen. Die Opfer ertrinken oder sterben an ihren Bissverletzungen. Die meisten tödlichen Angriffe gehen auf Salzwasserkrokodile in Südostasien sowie afrikanische Nilkrokodile zurück. Wegen wachsender Populationen gehen Wissenschaftler davon aus, dass sich die Zahl der Angriffe künftig weiter erhöhen wird. (tmg)