Ehepaar raubt 47 Kirchen aus
Bild: © KNA
Polizei ermittelte Täter durch "Operation Sixtina"

Ehepaar raubt 47 Kirchen aus

Durch Zufall wurde die Polizei auf die Räuber aufmerksam, eine Ermittlungsaktion konnte sie überführen: ein Ehepaar ist in Spanien in 47 Kirchen eingebrochen. Die geraubten Gegenstände wurden zurückgegeben - bis auf wenige Ausnahmen.

Santiago de Compostela - 18.12.2018

Es erinnert ein wenig an die Geschichte von Bonnie und Clyde, wenn auch mit einem glimpflicheren Ende: In Spanien wirft die Polizei einem Ehepaar aus der Nähe von Santiago de Compostela vor, 47 Kirchengebäude ausgeraubt zu haben. Laut örtlichen Medienberichten sollen der Mann und die Frau die Überfälle auf Kirchen, Kapellen und Pfarrhäuser in der nordwestlichen Region Galicien zwischen Januar und Juni dieses Jahres verübt haben. Sicherheitskräfte wurden bei einer Verkehrskontrolle im Juni auf das Paar aufmerksam: Nach einer Verfolgungsjagd durchsuchten die Beamten das Fahrzeug und fanden mehrere Werkzeuge, die zum Aufbrechen von Türen und Fenstern verwendet werden. Zudem stellten sie eine große Menge von Schlüsseln, Medaillen und Schlüsselanhängern mit religiösen Motiven sowie Bücher zu kirchlichen Themen sicher.

Daraufhin startete die Polizei eine Untersuchung mit dem Titel "Operation Sixtina" und konnte dem Paar die Einbrüche nachweisen. Inzwischen läuft ein Gerichtsverfahren wegen gewaltsamen Einbruchs, Raub und Beschädigung von denkmalgeschützten Gebäuden. Die geraubten Gegenstände wurden den zuständigen Pfarreien zurückgegeben. Der Besitzer des wertvollsten Gegenstandes, eines historischen Buches mit einem geschätzten Wert von 3.000 Euro, konnte jedoch nicht ermittelt werden. (rom)