Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen wiedergewählt
Schwester Katharina Ganz setzt sich für Frauenweihe ein

Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen wiedergewählt

Sie setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche und ihre Zulassung zum Weiheamt ein: Jetzt wurde Schwester Katharina Ganz als Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen wiedergewählt.

Würzburg - 24.06.2019

Schwester Katharina Ganz (48, Foto Mitte) bleibt für weitere sechs Jahre Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen. 23 Delegierte aus Deutschland, Südafrika und USA bestätigten sie beim Generalkapitel in Kloster Oberzell bei Würzburg, wie die Kongregation am Montag mitteilte. Die promovierte Theologin und Sozialpädagogin aus dem unterfränkischen Willanzheim trat 1995 ins Kloster ein und gehört seit 2007 der Generalleitung an. 2013 wurde sie erstmals zur Generaloberin gewählt. Ganz setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche und ihre Zulassung zum Weiheamt ein.

Die Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu hat nach eigenen Angaben 143 Mitglieder, davon 117 in Deutschland, 7 in den USA und 19 in Südafrika. Das Generalkapitel ist die höchste Beschluss fassende Versammlung der Schwestern und findet alle sechs Jahre statt. Diesmal tagte es vom 10. bis 22. Juni. Zur Vikarin wurde Schwester Rut Gerlach (55) gewählt. In den Generalrat gewählt wurden Schwester Antonia Cooper (70), Schwester Beatrix Barth (44) und Schwester Juliana Seelmann (36). Das Thema des Kapitels lautete "Weg. Wahrheit. Leben. Im Glauben gemeinsam unterwegs".

Die Gemeinschaft wurde 1855 von der Würzburgerin Antonia Werr gegründet. Keimzelle war das sogenannte Schlösschen in Oberzell, das sie mit vier Helferinnen mietete, um strafentlassene Frauen zu resozialisieren. Bis heute ist die Arbeit mit benachteiligten Frauen und Mädchen ein Schwerpunkt der Kongregation. Katharina Ganz legte 2016 eine pastoraltheologische Doktorarbeit über Antonia Werr vor. (tmg/KNA)