Brutaler Überfall auf Priester in Bochum
Von unbekanntem Täter gefesselt und eingesperrt

Brutaler Überfall auf Priester in Bochum

Dass er einen Einbrecher auf frischer Tat ertappte, wurde einem Priester in Bochum zum Verhängnis: Der unbekannte Täter verletzte den Geistlichen, fesselte ihn und sperrte ihn ein. Erst ein Passant hörte die Hilferufe des Geistlichen.

Bochum - 29.07.2019

Ein katholischer Priester in Bochum ist Opfer eines brutalen Überfalls geworden. Der Pastor der Gemeinde St. Franziskus in Bochum-Riemke sei in der Nacht zum Sonntag im Gemeindehaus von einem Einbrecher niedergeschlagen worden, heißt es im Polizeibericht vom Sonntag. Die Tat soll sich zwischen 23.50 und 00.10 Uhr ereignet haben. Der 66-jährige Priester wurde mit schweren Verletztungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Angaben, ob etwas gestohlen wurde, konnte die Polizei noch nicht machen.

Nach bisherigem Ermittlungsstand sei ein Unbekannter gewaltsam in das Gemeindehaus eingedrungen, teilte die Polizei mit. Als der Priester dann in der Nacht nach Hause zurückkehrte, wurde er von dem Tatverdächtigen verletzt, gefesselt und eingesperrt. Ein Passant hörte Hilferufe und alarmierte die Polizei.

"Überfälle auf Gemeindehäuser passieren immer wieder"

Dem Priester gehe es den Umständen entsprechend gut, betonte Propst Michael Ludwig, der Pfarrer der Großpfarrei St. Peter und Paul, zu der auch die Gemeinde St. Franziskus in Bochum gehört, im Gespräch mit der Zeitschrift "Neues Ruhr-Wort". Der Propst feierte an Stelle des Opfers, der seit elf Jahren seinen Dienst in Riemke versieht, am Sonntag die Messe in St. Franziskus und informierte die Gemeinde am Ende über den Überfall.

"Überfälle auf Gemeindehäuser passieren immer wieder", erklärte Ludwig. "Die Täter sind offenbar der Meinung, dass dort wegen der Kollekte besonders viel Geld zu holen ist. Dabei stimmt das gar nicht, das Geld wird immer schnell eingezahlt." (rom/KNA/epd)