Schick: Jesus ist nicht im "Himmelbett" gestorben, sondern am Kreuz
Erzbischof fordert Einsatz für verfolgte Christen

Schick: Jesus ist nicht im "Himmelbett" gestorben, sondern am Kreuz

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat zu Solidarität mit verfolgten Christen aufgerufen. Würde und Grundrechte müssten für alle Menschen auf der Erde gelten. Das sei eine unabdingbare Konsequenz aus dem Tod Jesu am Kreuz.

Bamberg - 18.08.2019

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat zum Einsatz für verfolgte Christen aufgerufen. Es gelte, ihnen weltweit durch Gebet, Hilfeleistungen, politische und publizistische Aktivitäten beizustehen, schrieb Schick am Sonntag auf Facebook. Wer sich für Christen einsetze, müsse zugleich für die Würde und Grundrechte aller Menschen eintreten. "Das verlangt die Göttlichkeit Gottes und die Menschlichkeit der Menschen, für die Jesus sich hat kreuzigen lassen." Jesus sei "nicht im Himmelbett gestorben, sondern am Kreuz".

Gleiche Würde für alle

Die "Göttlichkeit Gottes", so erläuterte Schick, zeige sich darin, dass es "nur einen Gott aller Menschen und der ganzen Schöpfung" gebe. "Wer Gott zum Gott einer Nation, einer Ethnie oder auch einer Religion, einer Zeit und Kultur macht, begeht das Verbrechen des Missbrauchs Gottes, vergeht sich gegen die Göttlichkeit Gottes." Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Menschen seien seit 1945 auch in der internationalen Rechtsprechung bekannt. Sie bestünden darin, nicht allen Menschen die gleiche Würde und die gleichen Grundrechte zuzugestehen.

Christen, die die Göttlichkeit Gottes und die Menschlichkeit der Menschen einforderten, gerieten oft in Bedrängnis, so der Erzbischof. "In autokratischen und absolutistischen Systemen genügt dafür oft schon, sich als Christ zu bekennen." Wo Christen verfolgt würden, seien auch andere Menschen und Gruppen gefährdet. (gho/KNA)

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