Schwere Sicherheitslücken bei "Smart Rosenkranz"
Viele Daten leicht zu hacken

Schwere Sicherheitslücken bei "Smart Rosenkranz"

Da wusste nicht nur der liebe Gott alles: Beim "Smart Rosenkranz" waren viele Inhalte leicht zu hacken – darunter auch persönliche Daten der Nutzer. Das fand eine Internetfirma heraus. Der Vatikan hat reagiert.

Rom - 23.10.2019

Beim erst kürzlich im Vatikan vorgestellten "Smart Rosenkranz" hat es wohl erhebliche Sicherheitslücken gegeben. Persönliche Daten hätten in wenigen Minuten von Hackern ausgelesen werden können, berichtet der "Catholic Herald" am Dienstag. Der Vatikan habe sich der Probleme inzwischen angenommen.

Nur wenige Tage nach Veröffentlichung des Armbandes mit dazugehöriger App habe sich der britische Cybersicherheitsdienstleister Fidus die App angesehen. "Innerhalb von nur zehn Minuten hat unser Mitarbeiter eklatante Probleme gefunden", sagte Unternehmensgründer Andrew Mabbitt. So seien persönliche Daten wie Telefonnummer, Geburtsdatum, Geschlecht und Größe leicht auszulesen gewesen.

Demnach war es ohne weitere Angabe möglich, den Zugangscode zu der App an eine beliebige Mail-Adresse schicken zu lassen. Zudem habe es bei der Eingabe des Passworts unbegrenzte Versuchsmöglichkeiten gegeben. Dadurch hätte entsprechende Hack-Software leichtes Spiel. Laut dem Leiter des internationalen Gebetsnetzwerks des Papstes und Herausgeber des "Smart Rosenkranz", Frédéric Fornos, wurden die genannten Fehler mittlerweile behoben.

Zum Beten werden App und Armband per Bluetooth verbunden, beides aktiviert sich, wenn der Nutzer das Kreuzzeichen macht. Mit der Vorrichtung will der Vatikan das Gebet auch unter jungen Leuten beliebter machen. (cph)