Erzbischof Stefan Heße besichtigt im September 2017 ein Flüchtlingsboot auf Sizilien.
Migrationsbischof freut sich über erste Teilnehmer

Heße ruft zu Beteiligung an Flüchtlingsprojekt auf

Für viele Migranten ist ihre Flucht nach Europa lebensgefährlich. Ein Projekt ermöglicht ihnen einen sicheren Weg nach Deutschland, auch die Kirche hat daran mitgewirkt. Flüchtlingsbischof Stefan Heße freut sich, dass nun die ersten Teilnehmer da sind.

Bonn - 07.11.2019

Erzbischof Stefan Heße hat zur Beteiligung an einem Integrations-Pilotprojekt für Flüchtlinge aufgerufen. Es freue ihn sehr, dass mit Hilfe eines speziellen Förderprogramms "heute die ersten Schutzsuchenden einreisen konnten", sagte der in der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für Flüchtlingsfragen zuständige Oberhirte am Donnerstag in einem Statement. Durch das Programm "Neustart im Team" (NesT) könnten "sich Kirche und Zivilgesellschaft nun auch aktiv daran beteiligen, Flüchtlingen eine sichere Einreise zu ermöglichen", so Heße. Er habe in den vergangenen Monaten "immer wieder für dieses Pilotprojekt geworben", an dessen Gestaltung auch die Kirche beteiligt war.

Für "sichere und legale Zugangswege" eingesetzt

Der Hamburger Erzbischof lobte die Unterstützung des Erzbistums Köln und einer katholischen Kirchengemeinde, die ersten Flüchtlingen die Einreise ermöglicht hatten. Die Kirche habe sich in den vergangenen Jahren sehr für die "Schaffung sicherer und legaler Zugangswege" eingesetzt, damit Schutzsuchende nicht gezwungen seien, sich auf eine lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer zu begeben.

Das vom Bundesinnenministerium initiierte Programm NesT sieht vor, dass Mentoren den Flüchtlingen bei der Suche nach Wohnung, Schule, Ausbildung oder Arbeitsplatz helfen und ihnen somit die Integration in die Gesellschaft erleichtern. Mindestens fünf Mentoren müssen sich gemeinsam dazu verpflichten, Flüchtlingen das Ankommen zu erleichtern und sie ideell und finanziell zu unterstützen. Diese Verpflichtung ist jedoch zeitlich begrenzt. Die teilnehmenden Flüchtlinge werden vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ausgewählt, ihre Zahl ist auf 500 Personen begrenzt. (rom/KNA)