Deutsche Bischöfe wollen eine "inklusive Kirche"
DBK veröffentlicht neue Arbeitshilfe zur Behindertenpastoral

Deutsche Bischöfe wollen eine "inklusive Kirche"

Am 3. Dezember wird der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Passend dazu veröffentlichen die deutschen Bischöfe eine neue Arbeitshilfe. Ihr Ziel: zeigen, wie eine "inklusive Kirche" aussehen kann.

Bonn - 02.12.2019

Die deutschen Bischöfe werben für ein stärkeres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Kirche. Dazu veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag eine neue Arbeitshilfe zur Behindertenpastoral. Der Sammelband mit Teilen in leichter Sprache biete "konkrete Orientierung für die seelsorgliche Begleitung in den wichtigsten Lebensphasen und Lebensbereichen von Menschen mit Behinderungen", teilte die Bischofskonferenz in Bonn mit. Sie stelle zudem kirchliche Initiativen als Anregungen für Mitarbeiter in der Seelsorge vor. Am 3. Dezember wird der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen.

Im Vorwort der Arbeitshilfe ermutigt der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück), dazu, dass der Band helfen solle, "sich weiter auf den Weg hin zu einer 'inklusiven Kirche' zu machen, die für eine umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung steht". Menschen mit und ohne Behinderung sollten "unBehindert" Leben und Glauben gemeinsam gestalten können.

Barrieren minimieren, Zugang zur Gesellschaft und Kirche erleichtern

Weihbischof Reinhard Hauke (Erfurt), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung, verweist in seinem Geleitwort auf eine sich ständig verändernde Seelsorge: "Neue Hilfsmittel werden erprobt, um Barrieren zu minimieren und den Zugang zur Gesellschaft und Kirche leichter zu machen." Bei allem technischen Fortschritt werde aber nie die persönliche Zuwendung "sinnlos und überflüssig" sein.

Unter dem Titel "Leben und Glauben gemeinsam gestalten. Kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen" soll die Arbeitshilfe kirchlichen Einrichtungen, Gemeinden und Gemeinschaften unterstützen, Inklusion umzusetzen und Hindernisse für Menschen mit Behinderung abzubauen. Auch sollen Anstrengungen für ihre Würde, Rechte und ihr Wohlergehen gestärkt werden. An der Entstehung des Sammelbandes waren laut Deutscher Bischofskonferenz Experten mit und ohne Beeinträchtigung beteiligt.

Die Arbeitshilfe nimmt den Angaben zufolge die pastoralen Grundlinien des von den deutschen Bischöfen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 veröffentlichten Wort "unBehindert Leben und Glauben teilen" auf und konkretisiert sie. (KNA)