Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer
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Regensburger Bischof sei "ein Fels der Katholizität in den Wirren unserer Tage"

Kongress "Freude am Glauben": Voderholzer neues Mitglied im Kuratorium

In den vergangenen Jahren war er bereits Stammgast, nun bringt sich der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer auch offiziell in den Kongress "Freude am Glauben" ein: als Mitglied des Kuratoriums. Der Hintergrund ist ganz praktischer Natur.

Regensburg - 14.01.2020

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer ist dem Kuratorium des Kongresses "Freude am Glauben" beigeteten. Hintergrund des Beitritts ist, dass der Kongress 2021 in Regensburg stattfinden wird, teilte das Bistum am Dienstag auf Anfrage von katholisch.de mit. Die Diözese Regensburg werde den Kongress unterstützen, "eine erfolgversprechende Veranstaltung zu organisieren". "Freude am Glauben" wird jährlich vom "Forum Deutscher Katholiken" veranstaltet.

"Wir freuen uns darüber sehr, weil Bischof Voderholzer ein Fels der Katholizität in den Wirren und Unsicherheiten unserer Tage ist", heißt es in der entsprechenden Mitteilung auf der Internetseite des Forums. Voderholzer mahne beim Synodalen Weg "solche Reformen an, die der Kirche Zukunft eröffnen". Mit dem auf zwei Jahre angelegten Reformprozess wollen die deutschen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten. Schwerpunktthemen sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche.

Voderholzer hatte in der Vergangenheit mehrfach Vorbehalte gegen die vorgesehene Ausgestaltung des Prozesses geäußert und moniert, er übergehe entscheidende Themen wie die Neuevangelisierung. Deshalb stimmte er auf der Herbstvollversammlung 2019 der Deutschen Bischofskonferenz der Satzung nicht zu. Das "Forum Deutscher Katholiken" hatte Voderholzers Schritt ausdrücklich begrüßt.

Resolution sorgt für Wirbel

Der Regensburger Oberhirte gehörte zuletzt bereits zu den Stammgästen des Kongresses "Freude am Glauben". Dabei handelt es sich um die wichtigste Veranstaltung des "Forums Deutscher Katholiken", das sich als lockerer Zusammenschluss "papst- und kirchentreuer" Katholiken versteht. Im vergangenen Jahr sorgte das Forum auf dem Kongress mit einer Resolution für Kritik. Mit Blick auf die Meinungsfreiheit hieß es darin, es gebe in Deutschland eine "Keule der 'political correctness'". Jeder, der davon abweiche, was die Regierung vorgebe, werde "diffamiert und sanktioniert". Beobachter warfen dem Forum daraufhin vor, eine Sprache zu verwenden, die man auch im Umfeld der AfD finde.

Dem Kuratorium, das das "Forum Deutscher Katholiken" und den Kongress "Freude am Glauben" unterstützt, gehören verschiedenen Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft an. Unter den Mitgliedern sind unter anderem der emeritierte Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen, Kardinal Gerhard Ludwig Müller und der ehemalige sachsen-anhaltische Ministerpräsident Werner Münch. (mal)