Bistum Trier lockert Vorgaben: Fronleichnamsprozessionen möglich
Über konkrete Formen sollen Seelsorger und Betroffene entscheiden

Bistum Trier lockert Vorgaben: Fronleichnamsprozessionen möglich

Im Bistum Trier hält nach und nach die Normalität wieder Einzug. Neben Fronleichnamsprozessionen kann bald auch etwa wieder geheiratet werden. Einige Regeln gelten jedoch weiterhin.

Trier - 28.05.2020

Das katholische Bistum Trier lockert die Einschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus und fährt in vielen Punkten das kirchliche Leben bei Wahrung von Abstands- und Hygieneregeln wieder hoch. Wie das Bistum am Donnerstag mitteilte, sind Fronleichnamsprozessionen grundsätzlich möglich, müssen aber beim Ordnungsamt angemeldet werden. Ab sofort sind demnach auch Trauungen und Taufen sowie ab Dienstag Erstkommunionen wieder erlaubt. Über die konkrete Form sollen Seelsorger und die Betroffenen auf Basis des Bistums-Schutzkonzepts und der Ländervorgaben entscheiden.

Das Schutzkonzept sieht für Personen unterschiedlicher Haushalte einen Mindestabstand von 1,5 Metern vor sowie eine Einbahnstraßen-Regel an den Ein- und Ausgängen der Kirche und auf dem Weg zum Kommunionempfang. Gottesdienstbesucher müssen sich anmelden und ihre Daten angeben. Die Zahl der zugelassenen Personen richtet sich nach der Größe der Kirche. Ein Empfangsteam muss das Einhalten der Regeln prüfen.

Empfehlung: Mund-Nasen-Schutz

Weiter empfiehlt das Bistum, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Pflicht sei eine Maske aber nur beim Betreten und Verlassen der Kirche, ebenso beim Singen. Auch hieß es, auf Gesang solle weitgehend verzichtet werden.

Großveranstaltungen wie Pfarrfeste sowie Jugendfreizeiten mit Übernachtungen müssen bis Ende August abgesagt werden. Kleinere Treffen kirchlicher Gruppen, Kirchenführungen oder Einkehrtage dürfen bei Abstands- und Hygieneregeln stattfinden. Veranstalter müssen dazu eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung vorlegen. Pfarrheime, Büchereien und kirchliche Begegnungsorte sollen wieder öffnen. Weiter kündigte das Bistum an, das abendliche Läuten aus Anlass der Corona-Krise ab Pfingsten einzustellen.

Mit dem Fronleichnamsfest erinnert die Kirche an den Tag der Einsetzung des sogenannten Altarsakraments. Im Mittelpunkt steht also die Gegenwart Christi in Brot und Wein. Das spiegelt sich auch im Namen wieder: Der ist aus den mittelhochdeutschen Begriffen "vron" (Herr) und "licham" (lebendiger Leib) zusammensetzt. Den Festtag gibt es seit dem 13. Jahrhundert, er fällt auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten. (cph/KNA)