Bischof Schick: Christen müssen "Verdunsten" ihrer Religion verhindern
Aufruf zur Glaubensverbreitung

Bischof Schick: Christen müssen "Verdunsten" ihrer Religion verhindern

In der Gesellschaft sei das Christentum keine Selbstverständlichkeit mehr, mahnte Erzbischof Ludwig Schick. Deshalb rief der Oberhirte dazu auf, missionarisch Kirche zu sein und zu evangelisieren. Sonst sehe er keine guten Aussichten voraus.

Bamberg - 12.07.2020

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Christen zur Glaubensverbreitung aufgerufen. In seiner Predigt zum Heinrichfest sagte Schick am Sonntag im Bamberger Dom, das Christentum sei in der Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit mehr. Es werde zum Teil vergessen oder verdrängt und auch bekämpft und abgelehnt. Christen seien daher aufgefordert, missionarisch Kirche zu sein und zu evangelisieren, "damit das Christentum nicht verdunstet". Mit dem Heinrichfest erinnert das Erzbistum Bamberg alljährlich an seinen Patron und Bistumsgründer, den heiligen Kaiser Heinrich (um 973-1024).

Schick ergänzte: "Das Christentum ist eine Kultur des Vertrauens und der Hoffnung aus dem Glauben an den liebenden Gott, der den Menschen zur Nächstenliebe befähigt." Das Christentum stehe für Menschenwürde und Menschenrechte, Achtung, Respekt und Fürsorge aller für alle. "Es bringt eine Gemeinschaft der Barmherzigkeit hervor, die keinen Menschen fallen lässt und die Schöpfung als Gabe Gottes für alle achtet." Der Erzbischof mahnte: "Evangelisierung kennt kein Verfallsdatum. Damit Jesus Christus, wenn er wiederkommt am Ende der Zeiten, Glauben findet, ist die Glaubensverkündigung Daueraufgabe." (KNA)