Kreuz und Synodalkerze
Beiträge aus Foren und Wissenschaft

Anregungen für Religionsunterricht zum Synodalen Weg erschienen

Für die Schule, aber auch andere Interessierte gibt es jetzt umfangreiche Hintergrundmaterialien zum Synodalen Weg. Darin geht es sowohl um Hintergrundüberlegungen zu Synodalität in der Kirche – aber auch ganz konkrete Erlebnisse.

Bonn - 27.07.2020

Ein Themenheft für den Religionsunterricht zum Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland ist ab sofort verfügbar. Erstellt wurde das 100-seitige Heft vom Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn mitteilte. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat daran ebenso mitgewirkt wie die Theologen Thomas Söding, Julia Knop, Klaus Lüdicke und Richard Hartmann. "Sie erörtern das Themenfeld Synode/Synodalität/Synodaler Weg aus neutestamentlicher, dogmatischer, kirchenrechtlicher und pastoraltheologischer Sicht", so die Bischofskonferenz. Zudem berichteten Mitglieder der Synodalversammlung von ihren Erfahrungen auf der ersten Etappe des Prozesses.

Das Themenheft "Synodaler Weg" wendet sich den Angaben zufolge vor allem an Religionslehrer in den Sekundarstufen I und II. Die Grundsatzartikel und Materialien können demnach ebenso in der Erwachsenenbildung und in der Gemeindearbeit verwendet werden. Die Sammlung stelle die theologischen Hinter- und Beweggründe des Synodalen Weges dar und richte sich somit an alle, die den Prozess mit Interesse verfolgen.

Ausgelöst durch die zahlreichen Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche haben die deutschen Bischöfe und Laien im Dezember 2019 den Reformprozess Synodaler Weg begonnen. Darin werden in vier Foren die Themen Macht, Sexualmoral, priesterliches Leben und Rolle der Frauen diskutiert. In einem großen Plenum werden dann die Ergebnisse der Arbeitsgruppen präsentiert und besprochen. Durch die Corona-Pandemie wurde der Prozess verlängert und einige Treffen in den virtuellen Raum verlagert. (cph/KNA)