"Autobahnpater" Wolfram Hoyer bei Verkehrsunfall gestorben
Dominikaner wurde 51 Jahre alt

"Autobahnpater" Wolfram Hoyer bei Verkehrsunfall gestorben

Das Auto des Paters war wegen eines Motorschadens liegengeblieben. Beim Auftstellen des Warndreiecks auf dem Seitenstreifen kam es zu dem tragischen Unfall. Wolfram Hoyer starb noch an der Unfallstelle.

Augsburg - 31.07.2020

Der "Autobahnpater" Wolfram Hoyer ist tot. Der Dominikaner starb am Donnerstag im Alter von 51 Jahren bei einem Verkehrsunfall, wie sein Orden am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigte. Hoyer war Prior der Dominikanerklosters in Augsburg und Betreuer der ältesten Autobahnkirche Deutschlands, "Maria, Schutz der Reisenden" an der A8 bei Adelsried im Landkreis Augsburg; das Gotteshaus wurde 1958 geweiht.

Hoyer war laut seinem Orden am Donnerstag gemeinsam mit einer Begleiterin auf der A8 zwischen Augsburg und München auf der Fahrt zurück von einer Krankensalbung, als das Auto der beiden wegen eines Motorschadens liegenblieb. Hoyer habe auf dem Seitenstreifen ein Warndreieck aufgestellt. Zu dieser Zeit habe sich der Anhänger eines vorbeifahrenden Autos gelöst, Hoyer erfasst und mitgeschleift. Er sei noch an der Unfallstelle gestorben. Wie sich der Anhänger habe lösen können, ermittle nun die Polizei.

Dominikaner: "Herber Verlust"

Hoyer wurde in Augsburg geboren und wuchs im nahen Großaitingen auf. Neben seinem religiösen Dienst arbeitete er wissenschaftlich zur Ordensgeschichte. Einen Bestattungstermin für Hoyer gebe es noch nicht, so die Dominikaner. Hoyers Tod bedeute einen "herben Verlust", sein Tod sei "so sinnlos und grauenhaft". - Der Konvent in Augsburg besteht aus fünf Brüdern. Es gehört zum Gebiet der Süddeutsch-Österreichischen Dominikanerprovinz, die von Freiburg bis Wien reicht.

Autobahnkirchen und -kapellen sind Gotteshäuser, die ausdrücklich zu solchen erklärt oder spezifisch zu diesem Zweck errichtet wurden, und befinden sich in unmittelbarer Nähe einer Autobahn. Sie dienen der Einkehr und Besinnung für die Autoreisenden; Gottesdienste und direkte Ansprechpartner sind eher Ausnahmen. In Deutschland existieren etwa 40 Autobahnkirchen und -kapellen. (tmg/KNA)