Vandalen köpfen die heilige Rita und zerstören deren Marterl
Einzelteile der Skulptur später verstreut in der Gegend entdeckt

Vandalen köpfen die heilige Rita und zerstören deren Marterl

Vandalismus in der Oberpfalz: Unbekannte schlugen einer Heiligenfigur den Kopf und den Rumpf ab. Auch der ausgehöhlte Baumstamm einer Pappel, in dem die Skulptur stand, sei mutwillig zerstört worden, heißt es.

Weiden - 06.08.2020

Ein Marterl zu Ehren der heiligen Rita auf dem Ritzerberg in der Nähe von Windischeschenbach in der Oberpfalz ist mutwillig zerstört worden. Das berichtet die in Weiden erscheinende Zeitung "Der Neue Tag" (Donnerstag). Unbekannte schlugen dem Bericht zufolge der Heiligenfigur den Kopf und den Rumpf ab. Auch der ausgehöhlte Baumstamm einer Pappel, in dem die Skulptur stand, sei mutwillig zerstört worden. Der Vorfall habe sich bereits Ende Mai zugetragen, doch aus ermittlungstechnischen Gründen sei dieser erst jetzt veröffentlicht geworden.

Von der heiligen Rita habe anfangs zunächst jede Spur gefehlt, hieß es. Erst später seien die Einzelteile verstreut in der Gegend entdeckt worden. Das Marterl befindet sich laut Bericht an einem Wanderweg neben einer Bank und war auf Initiative einer Familie aus der Stadt entstanden, die sich auch immer wieder um den Blumenschmuck kümmerte und den hinterlassenen Abfall einsammelte.

Die heilige Rita von Cascia (1381-1447) war eine aus Umbrien stammende Ordensfrau und Mystikerin. Die Augustinerin empfing der Überliefung nach 1443 die Wundmale der Dornenkrone. Rita wurde 1628 von Papst Urban VIII. selig- und im Jahr 1900 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen. Ihr unverwester Leichnam ruht in der Basilica di Santa Rita in Cascia. Sie wird unter anderem als Helferin in aussichtslosen Anliegen angerufen. Ihr Gedenktag ist der 22. Mai. Die Ritaschwestern sind eine Ordensgemeinschaft, deren Schutzpatronin die Heilige ist. (tmg/KNA)