Gottesdienst mit Schutzmaske
Mund-Nase-Bedeckung beim Singen verpflichtend

Erzbistum Berlin erlaubt wieder Gemeindegesang – unter Auflagen

Bislang hatte das Corona-Schutzkonzept des Erzbistums Berlin Gesang im Gottesdienst verboten. Nun hat die Hauptstadtdiözese diese Regelung gelockert: Singen ist an bestimmten Stellen der Messfeier nun erlaubt – jedoch nur unter strengen Auflagen.

Berlin - 12.08.2020

Das Erzbistum Berlin hat Gemeindegesang in Gottesdiensten unter bestimmten Auflagen wieder erlaubt. Die Erzdiözese nahm Änderungen an ihrem Corona-Schutzkonzept vor, sodass Gemeindemitglieder nun beim Gloria, Halleluja und Sanctus mitsingen dürfen, wie das Erzbistum am Dienstag in einem Rundschreiben an die Mitarbeiter mitteilte. Beim Singen ist von den Gläubigen demnach ein Mund-Nase-Schutz zu tragen und ein Mindestabstand von zwei Metern zueinander einzuhalten.

Blasinstrumente bleiben weiter verboten, andere Musikinstrumente sind jedoch erlaubt. Bis zu fünf Einzelstimmen können die Gottesdenste musikalisch mitgestalten. Zudem seien die Regelungen des jeweiligen Bundeslandes zu beachten. Das Erzbistum Berlin erstreckt sich über das Land Berlin sowie größe Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns. Auch die Stadt Havelberg in Sachsen-Anhalt gehört zum Gebiet der Erzdiözese.

Aufgrund staatlicher Vorgaben hatten alle deutschen Diözesen im April und Mai gesundheitliche Schutzkonzepte aufgestellt, um die Feier von öffentlichen Gottesdiensten nach dem bundesweiten Corona-Lockdown wieder aufnehmen zu können. Die wichtigsten Vorgaben sind ein Mindestabstand zwischen den Gottesdienstbesuchern, ein Verbot des physischen Kontakts und eine Höchstzahl an Gläubigen, die ihre Kontaktdaten hinterlegen müssen. Mit der voranschreitenden Entspannung in der Pandemie wurden die Schutzkonzepte teilweise gelockert. (rom)