"Wer in Ausnahmesituationen Trost sucht, hat auch ein Recht auf Begegnung"

Bischof Overbeck: Alte haben in Pandemie Recht auf Begegnung

Aktualisiert am 22.08.2020  –  Lesedauer: 

Essen ‐ "Es ist von enormer Bedeutung, dass alte, schwache und kranke Menschen nicht vereinsamen": Für Essens Bischof Franz-Josef Overbeck ist das Recht auf Begegnung und Halt auch in der Corona-Pandemie "ein Gebot der Menschlichkeit".

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Angesichts steigender Infektionszahlen mahnt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck zu einem angemessenen Umgang mit der Corona-Pandemie. "Es ist von enormer Bedeutung, dass alte, schwache und kranke Menschen nicht vereinsamen", sagte Overbeck am Freitag bei einem Gespräch mit Oberbürgermeistern und Landräten aus dem Bistum Essen. "Wer in Not- und Ausnahmesituationen Nähe und Trost sucht, hat auch ein Recht auf Begegnung und Halt. Das ist für mich ein Gebot der Menschlichkeit." Die Kirche im Bistum Essen sei auch in der Pandemie bereit, in enger Abstimmung mit den Kommunen diesem Anspruch gerecht zu werden, sagte er laut Pressestelle des Ruhrbistums.

Angesichts der Corona-Herausforderungen habe sich aber auch gezeigt, dass die kommunalen Strukturen recht gut funktionierten, betonte der Bischof. Insbesondere die Kenntnis regionaler Gegebenheiten helfe den lokalen Entscheidungsträgern, gezielt und wirksam zu agieren. "Das stärkt das Vertrauen der Menschen in die Demokratie." Die kommunalen Spitzenvertreter des Ruhrgebiets treffen sich regelmäßig mit Overbeck in dessen Bischofshaus. (KNA)