Unterschriften sollen an Papst Franziskus übergeben werden

Kolpingwerk startet Petition zur Heiligsprechung Adolph Kolpings

Aktualisiert am 27.10.2020  –  Lesedauer: 
Kolpingwerk startet Petition zur Heiligsprechung Adolph Kolpings
Bild: © KNA

Köln ‐ Eigentlich fehlt noch ein weiteres medizinisches Wunder, damit Adolph Kolping Heiliger werden könnte. Mit einer Dispens von Papst Franziskus wäre die Heiligsprechung aber auch so möglich. Daher wird das Kolpingwerk nun aktiv.

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Das Kolpingwerk Deutschland sammelt seit Dienstag Unterschriften zur Heiligsprechung Adolph Kolpings (1813-1865). Die gesammelten Unterschriften sollen im Rahmen einer Romwallfahrt zum 30. Jubiläum der Seligsprechung Kolpings am 27. Oktober 2021 an Papst Franziskus übergeben werden, wie der Verband in Köln mitteilte. Die Petition unter dem Titel "Kolping ist mir heilig" sei unter der Internetseite www.petition-kolping.com zu finden.

"Die Petition versteht sich deshalb als eine Bitte an Papst Franziskus"

Gemäß der aktuellen Ordnung für die Heiligsprechung braucht es laut Kolpingwerk noch ein weiteres medizinisches Wunder, welches auf Kolping zurückgehe. Mit einer sogenannten Dispens von Papst Franziskus wäre die Heiligsprechung aber auch ohne anerkanntes Wunder möglich. "Die Petition versteht sich deshalb als eine Bitte an Papst Franziskus, das segensreiche Wirken des Kolpingwerkes auf der ganzen Welt selbst als wundersames Zeichen der Heiligkeit Adolph Kolpings zu sehen", hieß es. Wie das Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg am Dienstag mitteilte, gehörte der Augsburger Bischof Bertram Meier zu den ersten Unterzeichnern der Petition.

Kolping gilt als einer der ersten katholischen Sozialreformer, aus dessen Gesellenvereinen das weltweit tätige Kolpingwerk hervorging. Der katholische Sozialverband Kolpingwerk Deutschland hat nach eigenen Angaben mehr als 230.000 Mitglieder in 2.350 Kolpingsfamilien vor Ort, darunter etwa 40.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Kolping wurde am 27. Oktober 1991 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Eine Seligsprechung ist Voraussetzung für eine spätere Heiligsprechung, die den Betreffenden der weltweiten Kirche zur liturgischen Verehrung empfiehlt. Sowohl für Selig- als auch für Heiligsprechungen ist die Anerkennung je eines Wunders erforderlich. Als solche gelten medizinisch nicht erklärbare Heilungen. Für Märtyrer, die wegen ihres Glaubens umgebracht wurden, ist kein Wunder erforderlich. (tmg/epd)

27.10., 17:20 Uhr: Ergänzt um Meier.