Papst sagt Gottesdienste zum Jahreswechsel wegen Rückenschmerzen ab
Kardinäle Re und Parolin übernehmen Vesper und Neujahrsmesse

Papst sagt Gottesdienste zum Jahreswechsel wegen Rückenschmerzen ab

Wegen Rückenschmerzen muss Papst Franziskus seine Gottesdienste an Silvester und Neujahr kurzfristig absagen. Für ihn übernehmen laut Vatikan die Kardinäle Re und Parolin. Das traditionelle Mittagsgebet am 1. Januar wolle das Kirchenoberhaupt aber halten.

Vatikanstadt - 31.12.2020

Papst Franziskus muss kurzfristig seine Gottesdienste zum Jahreswechsel absagen. Grund seien Ischiasschmerzen, teilte Vatikansprecher Matteo Bruni am Donnerstag mit. Anstelle des 84-jährigen Kirchenoberhaupts soll Kardinaldekan Giovanni Battista Re die feierliche Dankvesper zum Jahresschluss am Silvester-Nachmittag leiten. Der Neujahrsmesse steht Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin vor. Wie der Sprecher weiter erklärte, will Franziskus hingegen das Mittagsgebet an Neujahr halten. Das Gebet und die Ansprache werden wie vorgesehen aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen.

Traditionell beendet der Papst das Jahr an Silvester mit einem feierlichen Abendgebet im Petersdom. Zum Abschluss der Vesper erklingt das "Te Deum", ein Lobgesang auf die Größe Gottes und eine Bitte um Erbarmen. Aufgrund der Pandemielage findet der Gottesdienst dieses Mal in einem stark eingeschränkten Kreis im Chorraum des Petersdoms statt. Zum Jahreswechsel 2019 hatten noch Tausende Gläubige in der Basilika und auf dem Petersplatz teilgenommen.

Kardinal Re steht als Vorsitzender des Kardinalskollegiums protokollarisch an zweiter Stelle hinter dem Papst. Der gebürtige Norditaliener vollendet am 30. Januar sein 87. Lebensjahr. Kardinalstaatssekretär Parolin leitet für den Papst die Spitzenbehörde für die diplomatischen Aktivitäten des Heiligen Stuhls. Der 65-Jährige wurde erst Mitte Dezember nach einer Operation aus der Klinik entlassen. (KNA)