Logo des ZdK
Gratulation zum Herbert-Haag-Preis für Freiheit in der Kirche

Katholikenkomitee würdigt Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche

Die Frage nach der Anerkennung sexueller Vielfalt sei eine Menschenrechtsfrage, sagte die familienpolitische Sprecherin des ZdK, Birgit Mock. Die Auszeichnung der Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche sei daher ein wichtiges Zeichen.

Bonn - 05.03.2021

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gratuliert der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) zur Verleihung des Herbert-Haag-Preises. Die Auszeichnung an die HuK sei ein wichtiges Zeichen, erklärte die familienpolitische Sprecherin des ZdK, Birgit Mock, am Freitag in Bonn. "Auf dem Synodalen Weg, aber auch mit Blick auf die Situation in einer Reihe von europäischen Ländern bewegt uns die Frage von Anerkennung sexueller Vielfalt. Das ist eine Menschenrechtsfrage." Auch die Kirche sei herausgefordert, "aus dem Evangelium heraus zu einer Neubewertung von in Liebe und Sexualität gelebten homosexuellen Paarbeziehungen zu kommen".

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) wurde 1977 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich kritisch und konstruktiv mit sexueller Vielfalt und Kirche auseinandersetzen. Sie ist seit Jahren sowohl auf Evangelischen Kirchentagen als auch auf Katholikentagen präsent.

HTML-Elemente (z.B. Videos) sind ausgeblendet. Zum Einblenden der Elemente aktivieren Sie hier die entsprechenden Cookies.

Der Herbert-Haag-Preis 2020 für Freiheit in der Kirche wird am Sonntag verspätet in Luzern verliehen. Mit je 10.000 Schweizer Franken (9.250 Euro) ausgezeichnet werden die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, die evangelisch-lutherische Pfarrerin Hedwig Porsch (51) aus Coburg, der lutherische Theologe Ondrej Prostrednik (57) aus Bratislava und der Schweizer Autor und geistliche Begleiter Pierre Stutz (67).

Die Stiftung für Freiheit in der Kirche wurde 1985 vom Schweizer Theologen Herbert Haag (1915-2001) gegründet. Sie steht nach eigenen Angaben im Dienste eines aufgeschlossenen und ökumenisch gesinnten katholischen Glaubens.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen der Jesuit Klaus Mertes, die Theologen Eugen Drewermann und Leonardo Boff, der französische Bischof Jacques Gaillot sowie der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. (KNA)