Abtreibungsbefürworter attackieren katholische Kirche in Berlin
Dritter Farbanschlag seit Januar 2020

Abtreibungsbefürworter attackieren katholische Kirche in Berlin

Die Täter beschmierten die Fassade und das Eingangsportal mit roter Farbe und einer Pro-Abtreibungs-Parole: Die katholische St.-Elisabeth-Kirche in Berlin ist offenbar zum dritten Mal von radikalen Abtreibungsbefürwortern attackiert worden.

Berlin - 06.03.2021

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Monate ist die katholische St.-Elisabeth-Kirche im Berliner Ortsteil Schöneberg offenbar von radikalen Abtreibungsbefürwortern mit Farbe attackiert worden. Wie die Pfarrei St. Matthias, zu der St. Elisabeth gehört, jetzt auf ihrer Internetseite mitteilte, wurden die Fassade und das Eingangsportal des Gotteshauses von bislang unbekannten Tätern großflächig mit roter Farbe und der englischen Pro-Abtreibungs-Parole "My body, my choice" ("Mein Körper, meine Entscheidung") beschmiert.

"Als Pfarrei sind wir traurig über diesen Akt der Gewalt und den Versuch der Einschüchterung Andersdenkender", erklärte der zuständige Pfarrer Josef Wieneke. Die Beseitigung der Schäden werde viel Geld kosten, das für andere soziale oder karitative Zwecke besser hätte eingesetzt werden können. Trotz der Angriffe werde es immer ein vordringliches Anliegen der Kirche bleiben, eine Kultur des Lebens zu fördern, betonte Wieneke, der zudem ankündigte, für die Täter beten zu wollen.

Nach Angaben der Pfarrei war nach der ersten Tat im Januar vergangenen Jahres ein Bekennerschreiben auf dem linksautonomen Internetportal de.indymedia.org veröffentlicht worden. Darin seien als Gründe für den Farbanschlag die Haltung der katholischen Kirche in der Abtreibungsfrage und ein Treffen von "Abtreibungsgegnern" in den Räumlichkeiten der Kirche vor dem Marsch für das Leben im Jahr 2019 angegeben worden. Auf das Angebot der Pfarrei, in einen Dialog einzutreten, sei damals keine Antwort erfolgt. Stattdessen sei die Fassade des Gotteshauses beim Marsch für das Leben 2020 erneut mit einer Parole beschmiert worden. (stz)