Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am 18. November 2016 in Bonn-Bad Godesberg.
105 Bewerber auf 45 Plätze

So viele ZdK-Kandidaturen wie noch nie

Bis zu 45 Persönlichkeiten aus dem kirchlichen und öffentlichen Leben wählen die Vertreter von Verbänden und Diözesanräten ins ZdK – dieses Mal gibt es besonders viele Interessenten: 105 Kandidaten wollen in die Laienvertretung.

Bonn - 26.03.2021

Dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) liegen so viele Kandidaturen für eine Mitgliedschaft vor wie noch nie zuvor. Wie ZdK-Generalsekretär Marc Frings gegenüber katholisch.de bestätigte, bewerben sich 105 Kandidaten auf die 45 Plätze, die laut Statut für "Persönlichkeiten aus dem öffentlichen und kirchlichen Leben" vorgesehen sind. Bei der letzten Zuwahl von Einzelpersönlichkeiten im Jahr 2016 waren es noch 78 Bewerber. Frings zeigte sich beeindruckt von der hohen Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement für einen starken Laienkatholizismus: "Gerade angesichts der aktuellen Krisenhaftigkeit der katholischen Kirche freut mich das außerordentlich, denn das ZdK beweist mit seinen gesellschaftspolitischen Interventionen, Erklärungen und Veranstaltungen – darunter Ökumenische Kirchentage und Katholikentage –, wie wichtig es ist, dass wir auch in Zukunft hörbar sind", so der Generalsekretär.

Die Kandidaten decken laut Frings verschiedene Bereiche ab. Unter ihnen sind aktive Politiker, Vertreter aus der Wirtschafts- und Finanzwelt, der Kulturszene, den Gewerkschaften, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Unter den Kandidaten sind 52 Frauen und 53 Männer. Insgesamt hatten die vorschlagsberechtigten ZdK-Mitglieder über 140 Personen für die Wahl nominiert. Zehn der bisher 45 gewählten Einzelpersönlichkeiten treten nicht zur Wiederwahl an. Die Wahl erfolgt bei der nächsten Vollversammlung des Gremiums am 23. und 24. April.

Das ZdK ist das von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) anerkannte Organ im Sinne des Konzilsdekrets über das Apostolat der Laien (Nr. 26) zur Koordinierung der Kräfte des Laienapostolats und zur Förderung der apostolischen Tätigkeit der Kirche. Es setzt sich aus mehreren Säulen zusammen. Die einzelnen Diözesanräte, der Katholikenrat beim katholischen Militärbischof und der Bundespastoralrat der Katholiken anderer Muttersprache entsenden je drei Vertreter, die in der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands zusammengeschlossenen katholischen Verbände, Aktionen, Werke und geistlichen Gemeinschaften insgesamt 97 Vertreter. Insgesamt besteht das ZdK damit aus etwa 230 Mitgliedern. Die bis zu 45 zugewählten Einzelpersönlichkeiten werden von den Mitgliedern aus den Reihen der Räte und Organisationen für eine Dauer von vier Jahren gewählt. (fxn)