"Osterpost an Gott": Gläubige können Gebetsanliegen an Kirchen schicken
Wegen beschränkter Präsenzgottesdiente an Ostern

"Osterpost an Gott": Gläubige können Gebetsanliegen an Kirchen schicken

Die Kirchen in Deutschland versuchen weiter, der anhaltenden Corona-Pandemie mit kreativen Ideen zu trotzen. In Leipzig haben sie sich unter dem Motto "Osterpost an Gott" nun eine besondere Briefaktion ausgedacht.

Leipzig - 01.04.2021

Kreative Idee der Kirchen in Leipzig: Weil die Corona-Pandemie auch in diesem Jahr zu Einschränkungen bei den Ostergottesdiensten führt, können Gläubige ihre Gebete per Brief zu den Kirchen in der sächsischen Stadt bringen. Unter dem Motto "Osterpost für Gott" könnten bis zum 5. April persönliche Gebetsanliegen in eigens dafür aufgestellte Briefkästen an den Kirchen eingeworfen werden, teilten die beteiligten Gemeinden jetzt mit. Die Gebete würden an Ostern in die Kirchen getragen und im Schein des Osterlichts vor Gott gebracht – gelesen, an eine Gebetswand geheftet oder an den Altar gelegt. „Wer sein Gebet einwirft weiß: was mich beschäftigt, was mir wichtig ist, wird in dieser Kirche ausgesprochen werden“, hieß es.

Wenn aufgrund der anhaltenden Pandemie viele Menschen nicht in die Kirche gehen könnten, so kämen durch die Aktion zumindest ihre Gebete dorthin. "Denn in den Kirchen wird gebetet. Für alle und mit allen, die ihre eigenen Gedanken zwischen Tod und Auferstehung mit Gott teilen wollen", so die Initiatoren der Aktion, an der sich unter anderem auch die katholische Propsteigemeinde beteiligt, die immer wieder durch kreative Angebote auffällt.

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie finden auch in diesem Jahr an den Osterfeiertagen bundesweit deutlich weniger Präsenzgottesdienste als in normalen Jahren statt. Viele Kirchengemeinden bieten stattdessen digitale Gottesdienste an. Wo dennoch Präsenzgottesdiente geplant sind, finden diese unter strengen Hygieneregeln statt. So sind in den Gottesdiensten nur wenige Gläubige erlaubt, die zudem Masken tragen und Abstandsregeln einhalten müssen. Oft ist die Teilnahme an Gottesdiensten zudem nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich. (stz)