Die Gebetsstätte in Wigratzbad
Bischof Meier: Eucharistische Frömmigkeit wird weiter großgeschrieben

"Familie Mariens" übernimmt Leitung der Gebetsstätte Wigratzbad

Seit 1976 ist die Gebetsstätte Wigratzbad als Gebetsstätte im Bistum Augsburg anerkannt. Zum ersten Mal übernimmt jetzt eine geistliche Gemeinschaft die Leitung. Er kenne die "Familie Mariens" bereits seit Jahren, betont Bischof Bertram Meier.

Wigratzbad/Augsburg - 16.04.2021

Die Gebetsstätte Wigratzbad im Landkreis Lindau bekommt eine neue Leitung. Ab September wird sie von der Gemeinschaft "Familie Mariens" geführt, wie das Bistum Augsburg am Freitag mitteilte. Die Gemeinschaft wurde demnach 1968 gegründet und ist seit 2008 eine von der vatikanischen Kleruskongregation anerkannte Vereinigung Päpstlichen Rechts, die aus Priestern und sogenannten Apostolischen Schwestern besteht. Tätig sei die Gemeinschaft in elf Ländern weltweit. Im Bistum Augsburg unterhalte sie bereits eine Niederlassung in Zankenhausen im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Neuer Direktor der Gebetsstätte wird Pater Florian M. Kerschbaumer (45). Er soll von einem Kaplan und zunächst fünf Ordensschwestern unterstützt werden. Kerschbaumer kündigte an: "Ganz besonders wollen wir verstärkt Familien ansprechen und helfen, eine Generation heranzubilden, die eine lebendige Gottesbeziehung hat."

Eucharistische Frömmigkeit werde weiter großgeschrieben

Bischof Bertram Meier sagte: "Erstmals vertrauen wir die Gebetsstätte einer geistlichen Gemeinschaft an. Auf dem Boden des Zweiten Vatikanischen Konzils soll sie den Blick der Gläubigen auf Jesus Christus lenken und Maria als Weggefährtin zu diesem Ziel anbieten." Die eucharistische Frömmigkeit werde weiter großgeschrieben. Meier betonte, er kenne die "Familie Mariens" als einstiger Ordensreferent im Bistum seit vielen Jahren.

Der bisherige Direktor Nikolaus Maier (52) wird zunächst als Hausgeistlicher bei den Klarissen im mittelschwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild und später wieder in der Pfarrseelsorge wirken, wie es weiter hieß. Der Bischof dankte Maier dafür, dass er in den zehn Jahren seiner Tätigkeit in Wigratzbad wesentlich dazu beigetragen habe, "die Gebetsstätte noch mehr ins kirchliche Leben des Bistums einzubetten".

Wigratzbad ist seit 1976 als diözesane Gebetsstätte anerkannt. Bereits 1936 war dort durch eine private Initiative eine Lourdes-Grotte errichtet worden. Angebliche Marienerscheinungen und Quellwasser, dem Heilkräfte zugeschrieben wurden, machten den Ort bei Pilgern populär. Die Phänomene wurden kirchlich nie untersucht. Ebenfalls in Wigratzbad befindet sich ein Zentrum der dem konservativen katholischen Spektrum zugeordneten Priesterbruderschaft Sankt Petrus (Petrusbrüder). (KNA)