Krisen bewältigen – aber wie?
Wie Sie Widerstandsfähigkeit einüben können

Krisen bewältigen – aber wie?

Spiritea - Ob der Tod eines lieben Menschen, ein Beziehungsende oder die Corona-Krise: Hilflos und orientierungslos fühlen wir uns in Situationen, die uns emotional überfordern. Wir haben Tipps gesammelt, wie wir uns selbst gut durch Krisen manövrieren können.

Von Melina Schütz |  Bonn - 03.05.2021

Krisen begegnen uns immer wieder im Leben. Ob ein geliebter Mensch stirbt, die Beziehung scheitert oder eine Pandemie uns den Boden unter den Füßen wegnimmt: All das kann unser Leben und die innere Balance mächtig durchwirbeln. Sogar unser Selbst- oder Weltbild zerstören. Menschen sind unterschiedlich: Die einen stecken Schicksalsschläge weg wie einen Schnupfen, die anderen knabbern daran und zerbrechen beinahe. Die eigene Widerstandsfähigkeit, das Vermögen, Krisen psychisch stabil zu bewältigen, nennt man Resilienz – und die kann man trainieren. Wir haben für Sie Strategien, wie Sie lernen können, mit Krisen umzugehen.

Die äußere Situation verändern

Ganz gleich, in welcher Krise wir stecken: Schaffen Sie Distanz zur Situation. Wenn man inmitten eines emotionalen Durcheinanders steckt, fällt es schwer, sich einen Überblick zu verschaffen, um zügig etwas an der eigenen Situation zu verändern. Stoppen Sie das Zerreden und Zerdenken der Situation. Manchmal hilft dabei ein räumlicher Wechsel, um mentalen Abstand zu gewinnen. Also raus aus der Situation, der Wohnung oder dem Büro und dem Gefühlsstrudel. Gehen Sie allein spazieren oder übernachten Sie im Gästezimmer eines Freundes.

Annehmen, was ist

Häufig wehren wir uns gegen Situationen und verschließen uns so vor der Wirklichkeit. Es ist das Nicht-Wahrhaben-Können oder -Wollen, dass ein bestimmtes Ereignis eingetroffen ist. Kämpfen Sie weder gegen die Situation noch gegen Ihre Gefühle an. Das kostet viel Kraft, löst Ihr Problem aber nicht. Um eine Krise zu bewältigen, ist es unbedingt notwendig, dass wir den Tatsachen ins Auge sehen. Nur so können wir die nächsten Schritte einleiten und die Krise be- und verarbeiten. 

Situation neu bewerten

Mit ein wenig Abstand gelingt es uns vielleicht, das Geschehene neu zu bewerten. Wir können versuchen, in der Krise Chancen zu entdecken und unseren Fokus ganz bewusst darauf zu lenken. Anfänglich fühlt sich diese Neuausrichtung vielleicht gar nicht so gut an, aber sie hilft uns dabei, weiterzumachen und nicht auf der Stelle zu treten.

Hier geht es aus der Krise.

Positiv sein wollen

So banal es klingt, aber es ist elementar, dass wir unsere Situation verändern wollen. Manchmal fühlt man sich in seinem Leid wohl und zelebriert das eigene Unglück genüsslich. Dies führt zu Lethargie. Es geht einem dadurch nicht besser, aber es erfordert weniger Kraft als Neues zu wagen. Wenn wir dann aber unsere Komfortzone verlassen und mutig auf neuem Terrain unterwegs sind, fühlen wir uns oft viel besser und können stolz darauf sein, was wir geschafft haben.

Dankbarkeit üben

Wie unerträglich die Situation auch scheint, irgendwas gibt es trotzdem, wofür man dankbar sein kann. Nach der Trennung können wir dankbar sein für verlässliche Freunde. Beim Verlust des Jobs dafür, dass wir abgesichert sind und wenn Ihnen nichts Positives auffallen will, dann gehen Sie mit offenen Augen durch die Natur. Wenn wir uns jeden Tag drei Dinge suchen, für die wir dankbar sind, schulen wir unseren Blick für die kleinen Dinge. Das lenkt unseren Geist nach einer Weile automatisch auf das Gefühl der Dankbarkeit und hilft auch bei neuen Krisen.

Von Melina Schütz

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