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Feuerwehrverband betont Herausforderungen durch Corona

Zum Florianstag: Seelsorgerin dankt Feuerwehrangehörigen für Einsatz

Zum Florianstag haben der Deutsche Feuerwehrverband und dessen Bundesbeauftragte für Feuerwehrseelsorge den 1,3 Millionen Feuerwehrangehörigen in Deutschland für ihren Einsatz gedankt. Zugleich warnten sie vor den Belastungen durch Corona.

Berlin - 04.05.2021

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Karl-Heinz Banse, und die DFV-Bundesbeauftragte für Feuerwehrseelsorge, Pastorin Erneli Martens, haben den rund 1,3 Millionen Feuerwehrangehörigen in Deutschland für ihren Einsatz gedankt. "Ich danke allen Feuerwehrangehörigen, ihren Familien und dem Umfeld dafür, dass wir uns in Deutschland auch weiterhin darauf verlassen können, dass jeder notwendige Einsatz kompetent abgearbeitet wird. Die hohe Einsatzbereitschaft beweisen alle Feuerwehrangehörigen an jedem Tag", erklärte Banse am Dienstag in Berlin. Anlass für die Stellungnahme war der Gedenktag des heiligen Florians von Lorch, der Schutzpatron der Feuerwehr ist.

Banse und Martens verwiesen auch auf die anhaltenden Herausforderungen der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Kameradschaft der Feuerwehrangehörigen. "Das letzte Jahr ist von ungewöhnlichen Lagen, viel Unsicherheit, Sorgen und Ängsten bestimmt gewesen. Bei vielen sind die Kräfte erschöpft", so Martens. Statt bei Übungsdiensten oder Dienstabenden die persönlichen Energiereserven wieder zu stärken, müssten Kontakte unterbleiben. "Bei aller Wertschätzung für Abstandsregeln und Onlineformate, einen richtigen Handschlag können sie nicht ersetzen. Wir hoffen, dass es anders wird. Wir bitten um Ermutigung und Stärkung", so die Pastorin.

Corona-Pandemie "lange, belastende Lage" für Feuerwehrangehörige

Banse betonte die Bedeutung von Kameradschaft und Zusammengehörigkeit in dieser "langen, belastenden Lage". Viele soziale Bereiche lägen seit mehr als einem Jahr brach; in jahrelanger Arbeit aufgebaute Werke verfielen. Die Feuerwehr erfülle nicht nur öffentlich-rechtliche Aufgaben, sondern sei über die Vereinstätigkeit auch Kulturträger – etwa mit Veranstaltungen zum Florianstag. "Ich hoffe, dass wir hier bald wieder sicher aktiv werden können", so der DFV-Präsident.

Der heilige Florian lebte im 3. Jahrhundert im heutigen Österreich und war der Überlieferung nach Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung. Am 4. Mai – seinem als Florianstag bezeichneten Todes- und Gedenktag – feiern heute vor allem Feuerwehren in Süddeutschland Feste und Floranimessen. (stz)