So kannst du Gemeinschaft in der Corona-Zeit besser leben
Regeln und Freiräume gegen Enge

So kannst du Gemeinschaft in der Corona-Zeit besser leben

Spiritea - Corona hat unser Zusammenleben vor große Herausforderungen gestellt: Die Menschen im eigenen Haushalt, sei es Partnerschaft oder WG, sieht man viel, andere Menschen wenig. Damit weder nahe noch ferne Beziehungen zerbrechen, sind ein paar Ideen hilfreich.

Von Christoph Paul Hartmann |  Bonn - 25.05.2021

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Natürlich: Du liebst deine Partnerin oder deinen Partner, du wohnst eigentlich gern mit deinen Mitbewohnern zusammen – aber in der Pandemie werden beide Zustände extrem. Manche Menschen fühlen sich mit den Lieben daheim beinahe eingesperrt, während Kontakte nach außen Mangelware geworden sind. Um trotzdem das seelische und soziale Gleichgewicht zu halten, sind ein paar Vorkehrungen nötig.

Durch den Wegfall von vielem, was man draußen – zumindest außerhalb der eigenen vier Wände – macht und dem für viele Menschen seit Monaten alltäglichen Homeoffice ist eine seit vielen Jahren eingeübte Struktur aufgebrochen: Wer morgens zur Arbeit geht, lässt den Haushalt Haushalt sein und freut sich abends auf die Menschen zu Hause. Wenn aber alle immer zu Hause sind, fällt diese natürliche Struktur weg. Wo keine ist, sollte also eine geschaffen werden – örtlich wie zeitlich. Wann ist Zeit für Arbeit, wann für Haushalt, wann für Freizeit? In welchen Räumen hält man sich für was auf? Das muss in der Hausgemeinschaft ausdiskutiert werden. Denn so widersinnig es klingt: In der Zeit der Distanz ist Abstand zu Hause ein wichtiges, aber schwer zu befriedigendes Bedürfnis. Es muss auch Zeiten geben, in denen Einzelne für sich sein, außerhalb der Gemeinschaft Zeit verbringen können und dürfen. Sonst wird die Gemeinschaft und deren Teile überfordert.

Leben außen und innen

Ebenfalls eigens organisieren muss eine Hausgemeinschaft das Leben nach draußen: Wie viele Menschen treffen wir gemeinsam und jeder Einzelne, wie hoch ist das Risiko dabei? Wen treffen wir online, wen offline? Wichtig ist einerseits, Außenkontakte abzusprechen, aber auch, Freundschaften nicht einschlafen zu lassen – durch die vielen Online-Tools gibt es da zum Glück verschiedene Wege.

Corona prägt den Alltag – deshalb muss auch Ablenkung her. Das können gemeinsame Film- oder Spielabende sein. Doch es kann auch völlig neu gedacht werden: Baut zusammen das Brandenburger Tor aus Bauklötzen nach, näht ein gemeinsames Karnevalskostüm oder lernt zusammen eine neue Sprache. So könnt ihr eure Gemeinschaft stärken und in einer so ereignisarmen Zeit zusammen Erinnerungen schaffen und eure Bande stärken.

Wichtig ist dabei, den momentanen Zustand nicht als so vorübergehend wahrzunehmen, als dass danach alles so wieder werden würde wie zuvor: Heimarbeit wird zunehmen – vor die Aufgabe, die eigene Gemeinschaft neu wahrzunehmen, wird also auch nach der Pandemie kein Weg vorbeiführen. Schon jetzt klare Regeln, aber auch einen neuen Prozess von Kommunikation und Zusammenhalt zu beginnen, kann also auch mit Blick auf die Zukunft helfen – für Einzelne wie die Gemeinschaft.

Von Christoph Paul Hartmann

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