Abseits vom Landleben: So geht Spiritualität in der Stadt
Rückzugsorte, unerwartete Begegnungen und Friedhofsbesuche

Abseits vom Landleben: So geht Spiritualität in der Stadt

Spiritea - Immer ist etwas los: Das Leben in einer (Groß-)Stadt hat Vorteile. Doch wie sieht es mit unserer Spiritualität im manchmal wuseligen, hektischen und lauten Alltag aus? Mit diesen zehn Tipps findest du auch in der Stadt Besinnung.

Von Melanie Ploch |  Bonn - 21.06.2021

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Spiritualität, ein Durchatmen im Leben wünschen sich viele Menschen, doch das scheint nicht mit ihrem Alltag zusammenzupassen. Denn viele denken bei der Besinnung an die wohltuende Einsamkeit der Natur. Doch Stadtbewohner können in der Regel nicht "mal eben" raus aufs Land. Und die Stadt bietet auf den ersten Blick ein eher wenig spirituelles Bild: laut, wenig Platz, viel los. Doch auch dort ist es möglich, zur Ruhe zu kommen und die Wirklichkeit kennenzulernen. Wir haben ein paar Tipps und Ideen.

Suche "versteckte" Orte auf

Dir fällt kein Kloster in deiner Nähe ein? Schau doch mal bei Google: Vielleicht findest du den Sitz von klausurierten Orden, wo du die Kapelle oder den Klosterladen besuchen kannst. Oder du suchst einen "verlassenen" Friedhof auf. Das kann ein Ruhe- und Kraftort sein.

Baue dir einen spirituellen Rückzugsort

Suche dir einen ruhigen Platz in deiner Wohnung, wo du nicht von Lärm, dem Fernseher oder deinem Arbeitsmaterial abgelenkt wirst. Hier kannst du Kerzen, persönliche Bilder oder Düfte in Form von Duftstäbchen oder Weihrauch aufstellen. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Du solltest an diesem Ort trotzdem noch abschalten können. Das ist dein Ort, um Musik zu hören, zu lesen, zu beten – oder einfach nur allein mit deinen Gedanken zu sein.

Hier gibt es dafür eine Anleitung

Der Alltag ist oft stressig und ruhelos. Pflichten bei der Arbeit, Aufgaben im Haushalt, in der Familie und Partnerschaft. Um davon eine Pause zu machen, haben Menschen schon seit langem auf einen Ruheort im Haushalt gesetzt. Das lässt sich auch heute nutzen.

Besuche eine Kirche – ein Ruhepol im Trubel

Sie sind oft der Ruhepol in der Großstadt. Auch außerhalb einer Messe kannst du eine Kirche besuchen. Raus aus dem lauten Trubel und rein in einen stillen Ort. Setz dich in eine Bank und lass Stille, Größe und Architektur auf dich wirken. Nimm dir einen Moment, um dich im stressigen Alltag zu erden. Vielleicht kannst du auch ein kurzes Gebet sprechen.

Meditation

Straßenlärm, die U-Bahn-Fahrt oder die Arbeit im Großraumbüro: Der Alltag von Stadtbewohnern bietet wenig Ruhe. Nimm dir regelmäßig Zeit für Meditation – zum Beispiel in deiner Meditationsecke, falls du dir eine eingerichtet hast. Das muss auch nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen; du könntest beispielsweise jeden Abend oder jeden Morgen ein paar Minuten innehalten und auf deine Atmung achten. Im Internet gibt es Anleitungen oder auch Podcasts dafür.

Meditieren – das geht auch mit Hilfe einer App.

Wenn möglich: Triff dich mit anderen

Wenn es Pandemie-bedingt möglich ist, triff dich mit anderen Menschen, mit denen du klar abklären kannst, dass ihr einen ruhigen und besinnenden Nachmittag verbringt.

Nimm deine Umwelt wahr – auch die, die du sonst ignorierst

Gehe bewusst und mit offenen Augen durch dein Viertel: Du wirst vieles entdecken, das dir im Alltag nicht aufgefallen ist, eine kleine Buchhandlung zum Beispiel, ein wenig frequentiertes Café oder eine versteckte Grünanlage. Oder nimm dir die Zeit, bewusst auf Stolpersteine in deiner Nähe zu achten. Geh auch auf Menschen ein: Sprich mit dem Nachbarn, den du täglich im Flur siehst, aber nicht einmal seinen Namen kennst. Du wirst von Obdachlosen nach Geld gefragt? Schau ihm oder ihr in die Augen und sei freundlich, anstatt einfach nur abzulehnen. Du kannst mit diesem dir fremden Menschen auch ein kürzeres oder längeres Gespräch führen. So wirst du vielleicht eine neue Sichtweise auf das Leben kennenlernen.

Ein Balkon – der Mini-Garten

Falls deine Wohnung einen Balkon hat, richte ihn dir her, um an einem persönlichen Ort ein wenig in der Natur zu sein. Mit bequemen Möbeln und mit Bedacht ausgewählter Dekoration wie Lichterketten kann so ein neuer Rückzugsort entstehen, ohne dass du die Wohnung verlassen musst. Hier kannst du Musik hören, lesen oder einfach dem Vogelgezwitscher lauschen. Wenn du magst, kannst du auch Blumen anpflanzen – oder du kümmerst dich um deine Heilpflanzen.

Erweitere deinen Horizont

Eine Kirche hast du bestimmt schon mal betreten. Aber buch doch mal eine Führung durch eine Synagoge oder eine Moschee. Dort erfährst du sicher etwas Neues zur Spiritualität oder die Geschichte deiner Stadt.

Schon einmal in einer Moschee gewesen?

Ab ans Wasser

Deine Stadt liegt an einem Fluss oder hat einen See? Perfekt! Schnapp dir deine Kopfhörer, ein Buch sowie eine Picknickdecke und such dir ein ruhiges Plätzchen. Oft schenkt uns schon der Blick auf das Wasser selbst Ruhe und Entspannung. Es gibt Internetseiten, die dir Seen in deiner Nähe zeigen. Auch kannst du dich an einen Brunnen setzen und deine Füße mit Wasser beträufeln. Alternativ tut es sicher auch ein Park oder eine Wiese.

Natur mal anders

Etwas anders kannst du die Natur auf Barfußwegen kennenlernen. Das soll auch einen positiven gesundheitlichen Effekt haben, indem es die Füße und den Rücken stärkt – und du kannst bei Bewegung und gutem Wetter zur Ruhe kommen.

Von Melanie Ploch

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