Es brauche eine Art "ständige Synode" auf jedem Kontinent

Kardinal Sako wünscht sich mehr Autorität für Bischofskonferenzen

Aktualisiert am 01.07.2021  –  Lesedauer: 

Rom ‐ Bei der Weltbischofssynode 2023 soll es um eine synodalere Kirche gehen. Die gesamte Weltkirche soll an der Vorbereitung beteiligt werden. Kardinal Louis Raphael Sako wünscht sich auch darüber hinaus mehr Mitspracherecht für die Bischofskonferenzen.

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Mit Blick auf die geplante Weltsynode 2023 wünscht sich der chaldäische Patriarch Kardinal Louis Raphael I. Sako mehr Autorität für nationale oder regionale Bischofskonferenzen. "Um den Wunsch des Papstes zu unterstützen, ist es wünschenswert, dass jeder Kontinent eine Art ständige Synode hat, die aus einer kleinen Gruppe von Bischöfen des jeweiligen geografischen Gebietes besteht," schrieb der chaldäische Patriarch dem vatikanischen Pressedienst "Asianews" (Donnerstag).

Die Weltsynode "Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission" beginnt offiziell im Oktober mit einem synodalen Prozess auf Bistumsebene. Dabei sollen Diözesen, Orden und theologische Fakultäten ihre Ideen, Erfahrungen und Fragen zu einer stärker synodalen Kirche zusammentragen und sich darüber austauschen. Diese erste Phase dauert bis etwa April 2022.

Aus den Rückmeldungen erstellt das Synodensekretariat in Rom ein erstes Arbeitspapier, über dessen Anliegen Bischöfe auf kontinentaler Ebene beraten sollen. Deren Ergebnisse fließen im März 2023 in ein zweites Arbeitsdokument ein, das der Bischofsversammlung im Oktober 2023 als Grundlage dienen soll. (KNA)