Schäden in Millionenhöhe

Acht Schulen des Erzbistums Köln von Flut betroffen

Aktualisiert am 05.08.2021  –  Lesedauer: 

Köln ‐ Insgesamt 33 Schulen befinden sich in der Trägerschaft des Erzbistums Köln. Rund ein Viertel davon wurde durch die verheerende Flutkatastrophe getroffen. Wie geht es dort nach den Sommerferien weiter?

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Die Flutkatastrophe hat 8 der 33 Schulen des Erzbistums Köln getroffen. Am Sankt-Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel sind ersten Schätzungen zufolge Schäden in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro entstanden, wie eine Sprecherin der Erzdiözese am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erklärte. Nach den Ferien werde es an dieser Schule zunächst Distanzunterricht geben müssen. Das Ziel sei, "so früh wie irgend möglich" Präsenzunterricht vor allem für die fünften Klassen und die Abschlussklassen zu ermöglichen. Das Erzbistum stehe in Austausch mit Baufachleuten und der Stadt.

Betroffen sind der Sprecherin zufolge zudem das Sankt Joseph-Gymnasium in Rheinbach, die Marienschule Opladen, das Sankt-Ursula-Gymnasium und die Elisabeth-von-Thüringen-Realschule in Brühl, das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln, das Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn sowie die Tagesschule Dönberg in Wuppertal. "Das genaue Ausmaß der Beschädigungen wird derzeit noch ermittelt", so die Sprecherin. Der Unterricht könne an diesen Einrichtungen jedoch in Präsenz starten. Die Schulleitungen würden über die jeweilige Situation informieren.

Bewegt vom Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft

Die Leiterin der Hauptabteilung Schule im Erzbistum Köln, Bernadette Schwarz-Boenneke, zeigte sich bewegt vom Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft angesichts der Flutkatastrophe vor allem in Bad Münstereifel. "Eltern, ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und andere Mitarbeitende sowie Nachbarn packen rund um die Schule mit an und tun was in ihrer Macht steht, damit die Kinder so schnell wie möglich wieder in die Schule gehen können." Sie danke den Beteiligten und versprach, "mit Hochdruck" daran zu arbeiten, dass das Schuljahr "bestmöglich und sicher" beginnen könne.

In Nordrhein-Westfalen gibt es dem Schulministerium zufolge 544 sogenannte private Ersatzschulen. Das sind Einrichtungen in freier Trägerschaft, die die gleichen Unterrichtsinhalte wie öffentliche Schulen anbieten und in der Regel staatliche Prüfungen abnehmen. Mehr als die Hälfte der Ersatzschulen (297) stehen in kirchlicher Trägerschaft, wobei die fünf katholischen Bistümer in NRW mit 101 Einrichtungen zu den größten Trägern zählen. Von den Ersatzschulen unterscheiden sich die Bekenntnisschulen: Sie haben zwar eine religiöse Ausrichtung, stehen aber unter staatlicher Trägerschaft. (KNA)