Wie dein nächster Urlaub eine spirituelle Reise werden kann
Die innere Einstellung zählt

Wie dein nächster Urlaub eine spirituelle Reise werden kann

Spiritea - Es ist Urlaubssaison – endlich! Gleichzeitig wollen aber auch viele eine innere Auszeit haben. Lässt sich beides verbinden? – Unbedingt! Der richtige Blickwinkel, das bewusste Erleben macht es, damit auch die Seele im Urlaub wachsen kann.

Von Christoph Paul Hartmann |  Bonn - 23.08.2021

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Urlaub, das ist eine Auszeit vom Alltag. Doch davon zu unterscheiden ist das Reisen, das anders funktioniert, aber die gleiche Wirkung haben kann. Anders als beim Urlaub geht es beim Reisen nicht in erster Linie um Entspannung, sondern um das Kennenlernen neuer Landschaften, Menschen und Kulturen. Das kann auch mit spirituellen Impulsen einhergehen, damit der Tapetenwechsel auch zu einer inneren Entdeckungsreise wird.

Je nach Geschmack können Natur, Kultur oder Menschen Anknüpfungspunkte für einen spirituellen Trip sein. Wichtig ist die richtige Grundeinstellung. Ein Beispiel: Wandern. Wenn du einen Berg besteigst, nimm dir für den Weg genug Zeit, spüre, wie du den Boden verlässt, höher kommst, wie sich die Landschaft verändert. Veränderst du dich mit? Wie? Was sagt dir die kleiner werdende Welt? Wenn du auf dem Gipfel angekommen bist, nimm dir Zeit. Wenn du in den Alpen bist und es ein Bergkreuz gibt, verweile ruhig eine Zeit dort, lass die Wolken den Gipfel umspielen, beobachte die unterschiedlichen Menschen, die ankommen, welche Gefühle und Geschichten sie mitbringen. Vielleicht kommst du mit dem ein oder anderen ja ins Gespräch – und verbringst ein paar Minuten mit jemandem, der die gleiche Tour gemacht hat wie du – das kann verbinden.

Die Weite am Meer

Das Meer bietet ganz andere Möglichkeiten: Hier ist es die Weite, die du entdecken kannst. Lass deinen Blick schweifen und beobachte, wie sich die Welt verändert: Ebbe und Flut lassen einen Landstrich sich so verändern, dass du ihn kaum wiedererkennen wirst. Das Meer hat die Menschen immer beeindruckt, es war Lebensquelle und Bedrohung zugleich. Es zu bändigen, ist schwer, wenn nicht unmöglich. Setze dich dieser Kraft aus, fühle sie, lass sie durch dich hindurchströmen. Auch wenn du kein Schwimm-Fan bist: Laufe mit nackten Füßen durch das flache Wasser und spüre die Wellen an deinen Knöcheln, die Steine, den Sand, die Erde und die Muscheln unter deinen Sohlen. Das Meer kann zärtlich, rau, spielerisch oder zerrend sein – suche nach den Schwingungen der Wellen und dem Duft des Wassers.

Spannende kulturelle Zeugnisse lassen sich überall finden, wie hier St. Georgis Lalibela in Äthiopien. Die Felsenkirchen von Lalibela sind seit 1978 Teil des Unesco-Weltkulturerbes und heute noch eine bekannte Sehenswürdigkeit, die vor allem äthiopisch-orthodoxe Pilger aus aller Welt anzieht.

Wenn du lieber unter Menschen bist, umso besser! So lassen sich auch in scheinbar altbekannten Urlaubsorten besondere geistliche Stätten finden. Von der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen, Mallorca, stammen etwa mehrere Heilige und es gibt Wallfahrtskirchen und Klöster, um die innere Mitte zu finden. Lasse diese Orte auf dich wirken, dir ihre Geschichten erzählen, verweile, atme die Atmosphäre ein. Die Ferne kann einem ganz nah erscheinen, wenn man sich selbst dazu in Beziehung setzt. Wie hättest du gehandelt? Heilige sind ihrem inneren Drang, dem Ruf gefolgt, oft gegen harte Widerstände. Sehen deine eigenen Probleme dagegen manchmal weniger lebensbedrohlich aus? Sei deinen Vorbildern nahe und du bekommst vielleicht einen anderen Blick auf die Probleme zu Hause.

Mit Menschen auf Tuchfühlung

Eine ähnliche Wirkung kannst du erhalten, wenn du intensiv mit anderen Menschen auf Tuchfühlung gehst. Lass es bei deinem nächsten Urlaub mal nicht das teure Sternehotel sein, sondern quartiere dich bei einer ganz normalen Familie ein. Lebe mit ihnen, koche mit ihnen, sprich mit ihnen. Fühle dich in ihre Kultur, ihren Alltag ein. Das Leben unterscheidet sich, ob man in Coburg, in einem schwimmenden Dorf auf dem Tonlé Sap in Kambodscha oder in der marokkanischen Sahara wohnt. Suche die Verbindung zu den Menschen und ihrer Lebenswelt. Haben sie die gleichen Fragen wie du oder vielleicht ganz andere? Tauche in ihre Kultur ein und versuche, die Zeichen zu verstehen, mit denen sie das Unsagbare sagbar machen. In den Schreinen Thailands oder der Kalligraphie Chinas findest du vielleicht Anregungen für eine neue, tiefere Sicht auf das westliche Leben.

Es ist also gar nicht viel Handwerkszeug nötig, um deiner nächsten Reise eine spirituelle Komponente zu geben – du hast es selbst in der Hand. Du kannst einen ganz von Spiritualität geprägten Trip planen oder dir im Familienurlaub nur ein oder zwei Tage Auszeit für deine Seele nehmen. Die Quantität ist weniger entscheidend als die innere Einstellung, mit der du dich neuen Landschaften oder Kulturen widmest. Beides kann für dich eine Ladestation sein, um den Alltag später nicht mehr nur an dir vorbeiziehen zu lassen, sondern ihn bewusster und tiefer zu erleben.

Von Christoph Paul Hartmann

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