Eine Frau und ein Junge in Afghanistan.
Von Papst Franziskus mitinitiiertes Gremium setzt sich für Menschenrechte ein

Interreligiöses Komitee: Verantwortung für Afghanistan übernehmen

Das von Papst Franziskus mitinitiierte christlich-muslimische Komitee blickt besorgt auf die Krise in Afghanistan: Die internationale Gemeinschaft müsse "ihre humanitäre Verantwortung" wahrnehmen – besonders, um die Rechte von Frauen zu schützen.

Abu Dhabi/Rom - 22.08.2021

Ein von Papst Franziskus mitinitiiertes christlich-muslimisches Dialog-Komitee hat die internationale Gemeinschaft an "ihre humanitäre Verantwortung gegenüber dem afghanischen Volk" erinnert. Gleichzeitig forderte das "Höhere Komitee für die Geschwisterlichkeit aller Menschen" mit Sitz in Abu Dhabi (Freitagabend) den Schutz der Menschenrechte und menschlicher Freiheiten. Dabei geht es insbesondere um den Schutz der Rechte afghanischer Frauen im Land.

Man beobachte "die Lage in Afghanistan mit großer Sorge", vor allem mit Blick auf die sich verschärfende humanitäre Krise im Land, heißt es in der Erklärung. Man fordere die neuen Machthaber auf, "die ethnische, sprachliche und religiöse Vielfalt in der afghanischen Gesellschaft zu respektieren, ohne eine ihrer Gruppen an den Rand zu drängen, sowie die Gleichheit aller Menschen zu gewährleisten".

Das mit Unterstützung der Regierung in Abu Dhabi gegründete Higher Committee of Human Fraternity wurde 2019 nach der Unterzeichnung des Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen durch Großimam Ahmed el-Tayeb und Papst Franziskus gegründet. Als Aufgabe wurde formuliert, "alle Menschen zu inspirieren, die Werte menschlicher Geschwisterlichkeit zu leben". (KNA)