Christliche Kultur müsse erhalten und weitergetragen werden

Schick: Bin Verteidiger von katholischen Schulen und Fach Religion

Aktualisiert am 07.10.2021  –  Lesedauer: 

Bamberg ‐ Für ein gutes Leben ist es laut dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick unerlässlich, die christliche Kultur zu erhalten und weiterzutragen. Gerade katholische Schulen und der Religionsunterricht leisteten dabei einen "unverzichtbaren Dienst".

  • Teilen:

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Arbeit der katholischen Schulen gewürdigt. "Ich sehe mich als Verteidiger und Promoter von katholischen Schulen und des konfessionellen Religionsunterrichts", sagte Schick am Donnerstag anlässlich eines Gottesdienstes mit 27 Schulleitungen im Bamberger Dom. Für ein gutes Leben in der Gegenwart und in der Zukunft sei es unerlässlich, die christliche Kultur zu erhalten und weiterzutragen. "Dabei leisten katholische Schulen und der Religionsunterricht einen unverzichtbaren Dienst."

Jede Kultur müsse ihre Identität bewahren, führte Schick weiter aus. "Wenn wir christliche Kultur bewahren möchten, dann sollten wir uns immer wieder aufs Neue von Jesus Christus inspirieren lassen. Er hält seine Kultur lebendig und wirksam durch uns." Katholische Schulen und Religionsunterricht spielten dabei eine große Rolle. Sie hätten als erste Aufgabe, Wissen wertschätzend und einladend zu vermitteln, so dass die Schülerinnen und Schüler selbst anfingen, christliche Kultur zu leben und zu praktizieren.

Freiheit "wichtiger Faktor"

"Dabei ist die Freiheit ein wichtiger Faktor der christlichen Kultur", erläuterte der Erzbischof. Sie sei in ihrem Ursprung und Wesen eine menschenfreundliche, humane Kultur der Lebensbejahung, der Hoffnung und der Zuversicht. "Sie steht für Gerechtigkeit und Frieden, setzt sich für die Bewahrung der Schöpfung ein und ist durch Solidarität und Freude gekennzeichnet."

Auch die kritische Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Kirchengeschichte, die nicht dem Geiste Jesu entsprochen hätten, dürfe keinesfalls außer Acht gelassen werden, so Schick. Immer dann, wenn Kirchen oder Christen herrschten und die Macht an sich ziehen wollten, sei christliche Kultur verloren gegangen oder zerstört worden. (KNA)