Kohlgraf: "Dies ist ein Prozess, der Veränderungen mit sich bringt"

Bistum Mainz: 46 neue Pastoralräume ab Ostern

Aktualisiert am 11.01.2022  –  Lesedauer: 

Mainz ‐ An Ostern wird im Bistum Mainz der nächste Schritt auf dem Pastoralen Weg begangen: Dann werden 46 Pastoralräume errichtet, die nach und nach zu Pfarreien werden sollen. Für Bischof Kohlgraf ist das mit Abschied und gleichzeitig Hoffnung verbunden.

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Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat die 46 neuen Pastoralräume für sein Bistum und die jeweiligen Leiter benannt. Errichtet werden die Pastoralräume an Ostern, dann werden auch die Leiter und Koordinatorinnen und Koordinatoren beauftragt. Damit beginne die zweite Phase des Übergangs der bisherigen Pfarrgemeinden zu Pastoralräumen im Rahmen des Pastoralen Wegs, teilte das Bistum am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Die Pastoralräume haben demnach den Auftrag, die Gründung einer neuen Pfarrei auf ihrem Gebiet vorzubereiten und beruhen auf den Vorschlägen, die in den Dekanaten entwickelt und abgestimmt wurden.

Aus den bisherigen rund 120 Pfarreiverbünden oder Pfarrgruppen werden somit nach und nach 46 Pfarreien. "Diese neuen Pfarreien werden Gemeinschaften von Gemeinden vor Ort (den bisherigen Pfarrgemeinden) und anderen Kirchorten (wie beispielsweise Einrichtungen der Caritas, Kitas und Altenheime) sein", heißt es auf der Internetseite. Eine Pastoralraumkonferenz sei das zentrale Beratungsgremium für diesen Prozess und die Weiterarbeit an den Pastoralkonzepten. In dieser Konferenz sind alle Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten und viele weitere kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten. Der gesamte Prozess soll bis ins Jahr 2030 dauern.

"Dies ist ein Prozess, der Veränderungen mit sich bringt. Und bei aller Hoffnung auf Erneuerung ist damit auch der schwierige Abschied von Vertrautem und Gewohntem verbunden", schrieb Bischof Kohlgraf am Montag in einem Brief an die Kirchenverwaltungsräte des Bistums. Der Pastorale Weg könne nur gelingen, wenn er gemeinsam gegangen und als geistlicher Weg verstanden werde. "Sich auf Veränderungen einzulassen, aufeinander zuzugehen, Vielfalt zuzulassen – dazu braucht es Mut. Wir dürfen diesen Mut haben, denn wir können auf den Herrn hoffen", so Kohlgraf. (cbr)