Anscheinend tote Tiere im Altarraum

Tierschützer stören Sonntagsmesse in Zürich

Aktualisiert am 04.04.2022  –  Lesedauer: 

Zürich ‐ Eigentlich wollten die Gottesdienstbesucher nur einer Heiligen Messe beiwohnen, doch es kam anders: Tierschutzaktivisten haben am Sonntag eine Messfeier in Zürich gestört. Mit toten Tieren im Altarraum warben sie für vegane Ernährung.

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In der Züricher Kirche St. Anton haben Tierschützer einen Sonntagsgottesdienst gestört. Mit der wenige Minuten dauernden Aktion wollten die Aktivisten auf das Leid von getöteten Tieren aufmerksam machen, berichtete das Schweizer Online-Medium "ZüriToday" am Sonntag. In einem Video, das von einem "Leserreporter" stammen soll, ist zu sehen, wie mehrere Tierschützer die Messfeier im Altarraum unterbrechen und Schilder hochhalten. Die Aktion soll während der Predigt angefangen haben. Ein Paar trug Hochzeitskleidung und hielt in seinen Händen anscheinend tote Tiere. Auf den in englischer Sprache beschriebenen Schildern baten die Aktivisten die Kirchgänger um wenige Minuten Aufmerksamkeit und riefen zu einer veganen Ernährung auf.

Im Video ist zu sehen, wie der zelebrierende Priester und weitere Messbesucher versuchen, die Aktivisten zum Verlassen der Kirche zu bewegen. Sie forderten die Tierschützer auf Englisch auf, ihre Aktion abzubrechen. Nachdem diese sich uneinsichtig zeigten, ging die Gottesdienstgemeinde dazu über, Kirchenlieder zu singen, bis die Aktivisten schließlich das Gotteshaus verließen. Vor der Kirche setzten sie ihren Protest fort. Laut Angaben des Online-Mediums sollen mehrere Dutzend Personen an der Aktion beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen wurden demnach von der Polizei auf die Wache mitgenommen. Die Polizei Zürich bestätigte auf Anfrage von "ZüriToday" diese Angaben.

Bei den beiden als Brautpaar gekleideten Aktivisten soll es sich um Verlobte handeln, die im Rahmen der von Veganern durchgeführten Aktion "Marry4Peace" ihre anstehende Eheschließung dazu nutzen, um auf Tierleid hinzuweisen und zu einer veganen Lebensweise aufzurufen. In Vorbereitung auf die Hochzeit soll ein Film gedreht werden, in dem das Paar Medienangaben zufolge Traditionen hinterfragt, bei denen Tiere ausgebeutet werden. (rom)

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