"Kirche muss dort stattfinden, wo die Menschen sind"

Erzbistum Bamberg jetzt bei TikTok – Erzbischof Schick springt Seil

Aktualisiert am 22.04.2022  –  Lesedauer: 

Bamberg ‐ Die christliche Botschaft weitertragen und als Glaubensgemeinschaft ansprechend auftreten – das möchte das Erzbistum Bamberg auf der Social-Media-Plattform TikTok. Ein Video-Clip wurde sogar schon über 21.000 Mal angeschaut.

  • Teilen:

Das Erzbistum Bamberg ist jetzt auch auf der Social-Media-Plattform TikTok präsent. Zum Start gab es unter anderem einen kurzen Video-Clip, in dem Erzbischof Ludwig Schick zur Techno-Variante des Songs "What's up" von der Band "4 Non Blondes" beim Seilspringen zu sehen ist. Es wurde bereits über 21.000 Mal angeschaut. Ein weiterer Clip wirbt fürs Pilgern auf dem Fränkischen Marienweg.

"Kirche muss dort stattfinden, wo die Menschen sind. Dazu gehört Social Media und – wie die Zugriffszahlen der jüngeren Zielgruppe zeigen – unweigerlich auch TikTok", sagte der Social-Media-Redakteur des Erzbistums, Dominik Schreiner, auf Anfrage. Mit viel Experimentierfreude wolle man ausloten, wie man als Glaubensgemeinschaft ansprechend auf dieser doch recht unkonventionellen Plattform auftreten und die Botschaft auch dort weitertragen könne.

HTML-Elemente (z.B. Videos) sind ausgeblendet. Zum Einblenden der Elemente aktivieren Sie hier die entsprechenden Cookies.

"Unterhaltung trifft auf kirchlichen Content", erklärte Regina Schwab, die das Projekt als Volontärin betreut. "Wenn es dafür einen seilspringenden Erzbischof und eine tanzende Volontärin braucht, kein Problem. Wir möchten mitreißen und für kirchliche Themen begeistern!"

Die Social-Media-Aktivitäten des Erzbistums Bamberg begannen 2012 auf Facebook (rund 7.700 Follower), Twitter (rund 2.600 Follower) und Youtube (knapp 2.300 Follower). Auf Instagram gibt es seit 2015 ein Angebot, dem mehr als 2.400 Menschen folgen. Der Erzbischof selbst ist auf Facebook und Twitter aktiv. Auch der Papst ist bereits auf TikTok. Anders als die meisten Beiträge auf der ursprünglich aus China stammenden Plattform sind die Filmsequenzen mit dem Papst aber nicht verfremdet, sondern eher seriös gehalten. (cbr/KNA)